Brandsätze vor Münchner Firmenzentrale geworfen
In München haben Unbekannte in der Nacht mehrere Brandsätze auf eine Baustelle vor der Firmenzentrale des Technologie- und Rüstungskonzerns Rohde & Schwarz geworfen. Zwei Brandsätze gerieten im Bereich von Baucontainern in Brand. Einen weiteren Brandsatz machten Spezialkräfte unschädlich. Die Polizei nahm eine Frau und einen Mann fest.
Ein Zeuge beobachtete den Vorfall gegen Mitternacht im Münchner Stadtteil Berg am Laim und verständigte die Polizei. Nach den vorliegenden Informationen warfen Personen die Brandsätze aus einem Auto heraus in Richtung der Baustelle.
Zwei der insgesamt drei Brandsätze bei Rohde & Schwarz zündeten. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes löschten die entstandenen Flammen. Über Verletzte liegen bislang keine Angaben vor.
Spezialkräfte entschärfen dritten Brandsatz
Am Tatort fanden die Einsatzkräfte einen dritten Brandsatz, der nicht gezündet hatte. Spezialkräfte des Bayerischen Landeskriminalamts machten den Gegenstand unschädlich. Die Polizei sperrte den betroffenen Bereich weiträumig ab.
Das Betriebsgelände des Unternehmens selbst war nach Angaben einer Sprecherin nicht betroffen. Der Polizei- und Feuerwehreinsatz konzentrierte sich demnach auf das Umfeld des Münchner Standorts.
Zwei Festnahmen nach Fahndung in München
Unmittelbar nach dem Vorfall leitete die Polizei eine Fahndung ein. An einer nahe gelegenen Tankstelle am Innsbrucker Ring trafen die Beamten eine 28-jährige Frau und einen 38-jährigen Mann an und nahmen beide fest. Nach den vorliegenden Informationen besitzen sie die bulgarische Staatsangehörigkeit.
Die Ermittler prüfen nun, ob und in welcher Form die beiden Festgenommenen mit den Brandsätzen bei Rohde & Schwarz in Verbindung stehen. Das Motiv und die Hintergründe der Tat bleiben bislang unklar. Für beide Personen gilt die Unschuldsvermutung.
Baustelle liegt vor der Firmenzentrale
Rohde & Schwarz entwickelt und produziert unter anderem sichere Funk- und Kommunikationssysteme für die Bundeswehr. Auf der Baustelle am Münchner Stammsitz plant das Unternehmen einen neuen Büro- und Campuskomplex. Zu dem Projekt gehört ein 65 Meter hoher Turm. Alte Bestandsgebäude sollen dafür weichen.
Ob ein Zusammenhang mit anderen Angriffen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur besteht, ist derzeit nicht bekannt. Entsprechende Spekulationen haben die Ermittlungsbehörden bislang nicht bestätigt. Weitere Meldungen aus Deutschland finden Leser in unserer Rubrik Deutschland. Informationen der Sicherheitsbehörden veröffentlicht außerdem die Bayerische Polizei.
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Erstellt mit Hilfe von KI
