Betrüger gefasst und in Haft
Ein 74-Jähriger aus Kaisersesch hat einen mutmaßlichen Betrugsversuch rechtzeitig durchschaut und dabei entscheidend zur Festnahme eines Tatverdächtigen beigetragen. Während der Senior mit den Anrufern telefonierte, verständigte er geschickt die echte Polizei. Die Kriminalinspektion Mayen nahm schließlich einen 32-Jährigen bei der geplanten Übergabe der Wertgegenstände fest.
Anrufer berichtete von angeblicher Festnahme von Einbrechern
Der 74-Jährige erhielt am Dienstagvormittag, 1. September 2026, einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer behauptete, die Polizei habe in der Nähe der Wohnanschrift des Seniors Einbrecher festgenommen.
Bei den angeblichen Einbrechern hätten die Ermittler eine Liste gefunden. Auf dieser Liste stehe auch der Name des 74-Jährigen. Mit dieser Geschichte versuchte der vermeintliche Polizeibeamte offenbar, den Mann unter Druck zu setzen und sein Vertrauen zu gewinnen.
Senior sollte Wertgegenstände im Haus zusammensuchen
Der Anrufer forderte den Geschädigten anschließend dazu auf, seine Wertgegenstände im Haus zusammenzusuchen. Ein angeblicher Polizist sollte die Gegenstände persönlich abholen und überprüfen.
Der 74-Jährige reagierte jedoch besonnen. Während er weiterhin mit den Tätern telefonierte, gelang es ihm durch geschicktes Vorgehen, die echte Polizei zu verständigen. Dadurch konnten sich die Ermittler auf die angekündigte Übergabe vorbereiten.
Falscher Polizist in Kaisersesch bei Übergabe gefasst
Als der vermeintliche Polizeibeamte die Wertgegenstände abholen wollte, griffen die Einsatzkräfte zu. Die Kriminalinspektion Mayen nahm den 32-jährigen Tatverdächtigen bei der Übergabe fest.
Damit endete der Betrugsversuch für den 74-Jährigen ohne die geplante Herausgabe seiner Wertgegenstände. Sein umsichtiges Handeln ermöglichte der Polizei den direkten Zugriff auf den Abholer.
Festgenommener kam in Haft
Am folgenden Tag führten die Ermittler den 32-Jährigen einem Haftrichter beim Amtsgericht Koblenz vor. Anschließend kam der Mann in Haft. Die weiteren strafrechtlichen Ermittlungen müssen klären, welche Rolle der Festgenommene innerhalb der mutmaßlichen Betrugsmasche spielte. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Der Fall zeigt erneut, wie Täter mit erfundenen Einbrüchen und angeblichen Namenslisten versuchen, insbesondere ältere Menschen zur Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen. Echte Polizeibeamte verlangen am Telefon nicht, dass Bürger Wertgegenstände für eine Abholung zusammenstellen.
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Erstellt mit Hilfe von KI
