Mitarbeiterin schlägt Alarm
Bremen. Nach einem umfangreichen Einsatz in der Pflegeeinrichtung „Invita Residenz“ im Stadtteil Huchting ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen drei Verantwortliche. Eine Mitarbeiterin hatte am Samstag selbst die Polizei alarmiert und vor einer möglichen Gefahr für die Bewohner gewarnt. Der Betreiber weist die erhobenen Vorwürfe zurück.
Die Hinweisgeberin erklärte laut dem vorliegenden Bericht, dass eine erhebliche Unterbesetzung die ausreichende Versorgung der Bewohner gefährde. Zudem sei die Heimleitung nicht erreichbar gewesen. Nach ihrer Einschätzung bestand eine konkrete Gefahr für Leib und Leben.
Daraufhin rückten Polizei, Rettungskräfte und weitere Behörden zur Einrichtung aus. Weitere aktuelle Meldungen aus der Hansestadt stehen im Bereich Bremen. Überregionale Nachrichten veröffentlicht Blaulicht-Report unter Deutschland.
Staatsanwaltschaft nennt erhebliche Pflegemängel
Die Ermittlungen gegen das Bremer Pflegeheim richten sich nach Angaben von Oberstaatsanwalt Frank Passade gegen den Einrichtungsleiter, die Pflegedienstleitung und den Qualitätsmanager. Die Staatsanwaltschaft prüft den Verdacht der Misshandlung von Schutzbefohlenen.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörde stellten die Einsatzkräfte bei drei Bewohnern erhebliche Pflege- und Versorgungsmängel fest. Dazu zählten Druckgeschwüre, mangelhaft geführte Trinkprotokolle und erhebliche Hygienemängel. Die Verantwortlichen behoben diese Mängel laut Staatsanwaltschaft noch am Tag des Einsatzes. Niemand musste in ein Krankenhaus gebracht werden.
Demenzkranker Bewohner unbekleidet angetroffen
In einem Zimmer trafen die Einsatzkräfte laut Oberstaatsanwalt Passade einen an Demenz erkrankten Bewohner unbekleidet und mit starker Geruchsentwicklung an. Neben der Polizei befanden sich ein Notarzt, ein Rettungssanitäter, die Heimaufsicht und ein Rechtsmediziner vor Ort.
Die Ermittler sicherten außerdem elektronisch gespeicherte Patientendaten. Deren Auswertung soll weitere Erkenntnisse zu den möglichen Missständen liefern. Nach Angaben der Mitarbeiterin sollen die Probleme nicht nur an diesem Samstag bestanden haben. Sie habe von Missständen über mehrere Wochen berichtet.
Betreiber widerspricht den Vorwürfen
Der Betreiber weist die Darstellung der Staatsanwaltschaft entschieden zurück. Geschäftsführer Michael Müller erklärte über seinen Anwalt, die Wohn- und Betreuungsaufsicht sowie eine Amtsärztin hätten keine Gefährdung oder Dehydrierung der Bewohner festgestellt. Auch die Versorgung vorhandener Wunden sei nach seiner Darstellung fach- und sachgerecht erfolgt.
Nach Angaben des Betreibers löste ein kurzfristiger Personalengpass den Einsatz aus. Mitarbeiter hätten zudem versehentlich eine falsche Rufnummer gewählt, als sie die Einrichtungsleitung erreichen wollten. Ein allgemeines oder systemisches Problem bestehe nach seiner Darstellung nicht.
Ermittlungen stehen noch am Anfang
Die Ermittlungen gegen das Bremer Pflegeheim dauern an. Die Behörden müssen nun insbesondere die sich widersprechenden Darstellungen prüfen und die sichergestellten Daten auswerten. Für alle drei Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Weitere Informationen stellen die Staatsanwaltschaft Bremen und die Polizei Bremen auf ihren Internetseiten bereit.
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Erstellt mit Hilfe von KI
