Monreal/Bonn – Der Fund einer zerstückelten Frauenleiche im Kreis Mayen-Koblenz sorgte Ende November 2025 für Entsetzen. Jetzt muss sich der 42-jährige Ehemann des Opfers vor dem Landgericht Bonn verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, seine Frau getötet und zerstückelt zu haben.
Frauenleiche bei Monreal: Spaziergänger entdeckt Torso
Ende November 2025 entdeckte ein Spaziergänger in einem Waldstück bei Monreal in Rheinland-Pfalz den Torso einer Frau. Kopf und Hände fehlten.
Die Ermittler prüften anschließend einen möglichen Zusammenhang mit einem weiteren Leichenfund in Nordrhein-Westfalen. Dort hatten Einsatzkräfte bereits zwei Wochen zuvor zwei abgetrennte Hände an der Autobahn A45 bei Olpe entdeckt.
Ein DNA-Abgleich brachte schließlich Gewissheit. Die Hände gehörten einer 32-jährigen Frau aus Eritrea. Auch der Torso aus Monreal stammte von ihr.
Abgetrennter Kopf im April 2026 entdeckt
Monate später machten Helfer bei einer Müllsammelaktion im Kreis Olpe einen weiteren grausigen Fund. Im April 2026 entdeckten sie den bislang fehlenden Kopf der Frau.
Erneut untersuchten die Ermittler DNA-Spuren. Die Ergebnisse bestätigten den Zusammenhang mit den bisherigen Leichenfunden.
Drei Monate altes Baby vor Kloster gefunden
Besonders erschütternd ist das Schicksal des Kindes der getöteten Frau. Die 32-Jährige hatte zuletzt mit ihrem drei Monate alten Baby in einer Asylunterkunft in Bonn gelebt.
Am 16. November 2025 entdeckten Zeugen den Säugling unverletzt in einem Kinderwagen vor einem Kloster im hessischen Waldsolms.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte der Vater das Baby dort ausgesetzt. Der Mann muss sich nun vor Gericht wegen der Vorwürfe verantworten.
Mordprozess in Bonn: 42-Jähriger schweigt
Nach der mutmaßlichen Tat soll der Ehemann zunächst geflüchtet sein. Später brachten ihn die Behörden zurück nach Deutschland.
Seit Anfang Februar befindet sich der heute 42-Jährige in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hat er sich bislang nicht geäußert.
Am Dienstag begann vor dem Landgericht Bonn der Prozess gegen den Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Ehefrau getötet und anschließend zerstückelt zu haben.
Urteil im Dezember erwartet
Das Landgericht Bonn muss nun klären, ob der Angeklagte für den Tod der 32-Jährigen verantwortlich ist.
Ein Urteil erwarten die Prozessbeteiligten Mitte Dezember. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.
Weitere Meldungen aus Rheinland-Pfalz findest du in unserer Nachrichtenübersicht.
Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.
Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
