Für tot erklärtes Baby lebt: Bestatter bemerkt Lebenszeichen bei Noah
Ein außergewöhnlicher Fall aus Brasilien sorgt international für Aufsehen: Ärzte hatten den erst einen Monat alten Noah nach zwei Herz-Kreislauf-Stillständen für tot erklärt. Seine Eltern verabschiedeten sich bereits von ihrem Sohn und bereiteten dessen Beerdigung vor. Rund fünf Stunden später bemerkten jedoch Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens, dass das Baby noch Lebenszeichen zeigte.
Der Vorfall ereignete sich am 15. Juli 2026 im brasilianischen Bundesstaat São Paulo. Noah befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Neugeborenen-Intensivstation des Santa-Casa-Krankenhauses. Dort behandelten ihn Ärzte wegen schwerwiegender gesundheitlicher Probleme.
Ärzte versuchten mehr als 40 Minuten lang, Noah zu retten
Nach Angaben mehrerer brasilianischer Medien erlitt der Säugling nacheinander zwei Herz-Kreislauf-Stillstände. Das medizinische Team leitete deshalb sofort umfangreiche Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Mehr als 40 Minuten lang versuchten die Ärzte, Noahs Kreislauf wieder in Gang zu bringen.
Da die Maßnahmen zunächst erfolglos blieben und die medizinischen Geräte keine Lebenszeichen mehr anzeigten, stellten die behandelnden Ärzte schließlich den Tod des Babys fest. Für Noahs Eltern José Nildo dos Santos und Letícia da Cruz Santos begann daraufhin eine kaum vorstellbare Zeit der Trauer.
Die Familie erhielt eine Sterbeurkunde und kümmerte sich bereits um die Beisetzung. Noahs Vater bestellte nach eigenen Angaben sogar einen kleinen Sarg. Gleichzeitig verabschiedeten sich die Eltern im Krankenhaus von ihrem Sohn, weil sie davon ausgingen, ihn nie wieder lebend sehen zu können.
Bestatter entdeckt plötzlich Lebenszeichen
Rund fünf Stunden nach der Todesfeststellung wollten Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens den Säugling für die Beerdigung vorbereiten. Dabei bemerkten sie jedoch plötzlich, dass Noah noch lebte. Die Mitarbeiter reagierten sofort und informierten das Krankenhaus.
Anschließend brachten Ärzte das Baby erneut auf eine Intensivstation. Später verlegten sie Noah in ein spezialisiertes Universitätsklinikum, wo ihn medizinische Fachkräfte weiterhin engmaschig überwachen.
Der Fall erinnert an Berichte über das äußerst seltene sogenannte Lazarus-Phänomen. Dabei setzt der Kreislauf nach dem Abbruch einer Wiederbelebung spontan wieder ein. Allerdings geschieht dies normalerweise innerhalb weniger Minuten. Deshalb lässt sich Noahs Fall bislang nicht eindeutig mit diesem Phänomen erklären.
Noahs Zustand bleibt ernst
Noah muss weiterhin künstlich beatmet werden. Sein Zustand gilt nach Angaben seiner Familie als ernst. Dennoch berichten seine Angehörigen, dass sich sein Gesundheitszustand langsam und kontinuierlich verbessert.
Eine zuverlässige Prognose können die Ärzte derzeit noch nicht stellen. Sie untersuchen unter anderem, welche Folgen die beiden Herz-Kreislauf-Stillstände sowie die lange Zeit ohne erkennbare Lebenszeichen verursacht haben könnten.
Das Krankenhaus leitete inzwischen eine interne Untersuchung ein. Außerdem prüft eine Ethikkommission die Abläufe rund um die Todesfeststellung. Nach bisherigen Angaben gibt es noch keine Hinweise darauf, dass das medizinische Personal vorgeschriebene Behandlungsabläufe missachtet hat. Dennoch soll die Untersuchung klären, wie es zu der außergewöhnlichen Situation kommen konnte.
Eltern sprechen von ihrem „Wunderbaby“
Für Noahs Eltern zählt derzeit vor allem, dass ihr Sohn wieder bei ihnen ist. Sein Vater beschrieb die Stunden zwischen Todesnachricht und Lebenszeichen als surreal. Zunächst musste die Familie den vermeintlichen Tod ihres Kindes verkraften. Wenige Stunden später durfte sie plötzlich wieder hoffen.
Die Eltern nannten ihren Sohn zuvor liebevoll „Nonô“. Mittlerweile sprechen sie außerdem von ihrem „Wunderbaby“. Während Ärzte weiter nach einer medizinischen Erklärung suchen, begleitet die Familie jeden kleinen Fortschritt ihres Sohnes.
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