Hamburg-Heimfeld: Festnahmen nach Schussabgaben im Schwarzenbergpark
Hamburg-Heimfeld. Nach den Schussabgaben im Schwarzenbergpark im Juni 2026 verzeichnet die Polizei einen weiteren Ermittlungserfolg. Einsatzkräfte durchsuchten am Dienstag eine Wohnanschrift in Hamburg-Neugraben. Dabei nahmen sie einen 30-jährigen Tatverdächtigen fest. Außerdem stellten die Beamten eine scharfe Schusswaffe, mehrere Mobiltelefone und rund 20.000 Euro Bargeld sicher.
Schussabgaben in Hamburg-Heimfeld: 45-Jähriger wurde verletzt
Ausgangspunkt der Ermittlungen ist ein Vorfall vom 15. Juni 2026. Gegen 12:11 Uhr fielen im Schwarzenbergpark an der Schwarzenbergstraße in Hamburg-Heimfeld Schüsse. Dabei erlitt ein 45 Jahre alter Mann Verletzungen.
Die Kriminalpolizei nahm anschließend umfangreiche Ermittlungen auf. Bereits zuvor hatten die Behörden Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und zwei Tatverdächtige den zuständigen Stellen zugeführt. Nun rückte ein weiterer Mann in den Fokus der Ermittler.
Der 30-Jährige steht im Verdacht, die Tat im Schwarzenbergpark in Auftrag gegeben zu haben. Daraufhin erwirkte die Staatsanwaltschaft Hamburg beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnanschrift in Neugraben.
Auch bei anderen Ermittlungen in der Hansestadt kam es in der Vergangenheit zu Festnahmen nach Straftaten mit Schusswaffen in Hamburg. Zudem berichteten wir bereits über einen Polizeieinsatz mit Festnahme in Hamburg-Heimfeld.
SEK unterstützt Durchsuchung in Hamburg-Neugraben
Einsatzkräfte des Drogendezernats sowie des Landeskriminalamts der Region Harburg (LKA 18) vollstreckten den Beschluss am Dienstagnachmittag. Wegen der Einsatzlage unterstützte zudem das Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamts (LKA 24) die Maßnahmen.
Während der Durchsuchung fanden die Ermittler eine scharfe Schusswaffe. Darüber hinaus beschlagnahmten sie mehrere Mobiltelefone und rund 20.000 Euro Bargeld. Welche Bedeutung die sichergestellten Gegenstände für die weiteren Ermittlungen haben, prüfen die zuständigen Stellen nun.
Vergleichbare größere Polizeieinsätze beschäftigen die Hamburger Ermittler immer wieder. So rückte in der Vergangenheit beispielsweise ein Spezialeinsatzkommando zu einer Einsatzlage in Hamburg aus. Weitere Fälle mit bewaffneten Tätern betrafen unter anderem Überfälle auf Hamburger Tankstellen.
Drei Männer geraten bei Durchsuchung ins Visier
In dem Wohnhaus trafen die Einsatzkräfte zunächst auf den 30-jährigen türkischen Tatverdächtigen. Gegen ihn lagen nach Polizeiangaben zwei Abschiebehaftbefehle vor. Deshalb nahmen die Beamten den Mann fest. Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung übergaben sie ihn an das Amt für Migration.
Allerdings befanden sich noch zwei weitere Männer im Alter von 31 und 32 Jahren in den Räumen. Der 31-jährige türkische Staatsangehörige führte nach Angaben der Polizei eine Schusswaffe mit sich. Deshalb nahmen ihn die Einsatzkräfte wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz vorläufig fest.
Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung brachten die Beamten den 31-Jährigen in das Untersuchungsgefängnis. Dort soll er im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.
Verdacht auf illegalen Aufenthalt bei 32-Jährigem
Auch gegen den dritten Mann leiteten die Behörden weitere Maßnahmen ein. Bei dem 32-jährigen türkischen Staatsangehörigen besteht der Verdacht, dass er sich illegal in Deutschland aufhält. Die Polizei nahm ihn deshalb ebenfalls vorläufig fest. Anschließend übergaben die Beamten ihn nach Abschluss ihrer Maßnahmen an das zuständige Amt für Migration.
Schützen weiterhin unbekannt – Ermittlungen dauern an
Trotz des neuen Ermittlungserfolgs ist der Fall noch nicht abgeschlossen. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln weiterhin gemeinsam. Dabei wollen sie insbesondere die Identität des oder der bislang unbekannten Schützen klären.
Die Polizei Hamburg bittet deshalb weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zu möglichen Tätern machen können oder im Zusammenhang mit den Schussabgaben verdächtige Beobachtungen gemacht haben, können sich an die Polizei wenden.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 040/4286-56789 sowie bei jeder Polizeidienststelle entgegen. Informationen und Kontaktmöglichkeiten stellt die Polizei Hamburg auf ihrer offiziellen Internetseite bereit.
Weitere aktuelle Polizeimeldungen und Einsatzberichte gibt es außerdem auf Blaulicht Deutschland.
Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.
erstellt mit Hilfe von KI
