Dortmund. Jean Pierre „JP“ Kraemer hat eine weitreichende Entscheidung bekannt gegeben. Der bekannte Autotuner und YouTuber will die Firma JP Performance nicht weiterführen. Außerdem kündigte der 45-Jährige an, seine weiteren Unternehmungen schließen zu wollen. Wie und wann dieser Schritt umgesetzt wird, ist derzeit allerdings noch unklar.
Kraemer veröffentlichte am Dienstag, 1. September 2026, ein rund viereinhalb Minuten langes Video. Darin erklärte er, dass es sich voraussichtlich um sein letztes öffentliches Video handeln werde. Zugleich entschuldigte er sich bei mehreren Menschen und richtete sich insbesondere an seine Noch-Ehefrau Julia Meck.
JP Kraemer entschuldigt sich bei seiner Noch-Ehefrau
In seinem Statement räumte Kraemer erneut eigenes Fehlverhalten ein. Er entschuldigte sich bei Julia Meck für die Verletzungen, die er ihr nach eigenen Worten sowohl körperlich als auch menschlich zugefügt habe. Dabei betonte er jedoch, dass er sich in dem Video nicht selbst als Opfer darstellen wolle.
Hintergrund sind öffentlich gewordene Vorwürfe im Zusammenhang mit der Ehe des Paares. Kraemer hatte zuvor bereits bestätigt, gegenüber seiner Noch-Ehefrau handgreiflich geworden zu sein. Außerdem bestätigte die Polizei einen Einsatz in seinem Dortmunder Wohnhaus. Dabei fertigten die Beamten eine Strafanzeige wegen des Verdachts der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung und der Sachbeschädigung gegen einen 45-jährigen Dortmunder.
Die Staatsanwaltschaft Dortmund prüft die rechtlichen Vorgänge. Eine abschließende gerichtliche Entscheidung liegt bislang nicht vor.
JP Performance soll nicht weitergeführt werden
Während Kraemer zunächst lediglich eine Auszeit und eine Therapie angekündigt hatte, geht sein neues Statement deutlich weiter. Er wolle JP Performance nicht weiterführen und „alle Unternehmungen schließen“. Allerdings nannte er weder einen konkreten Zeitplan noch einzelne Gesellschaften, die von seiner Entscheidung betroffen sind.
Deshalb lässt sich derzeit nicht abschließend sagen, ob sämtliche Betriebe tatsächlich geschlossen werden oder ob einzelne Bereiche möglicherweise verkauft beziehungsweise von anderen Verantwortlichen weitergeführt werden. Kraemer erklärte selbst, dass er zunächst offene Fragen zu bestellten Waren, Gebäuden und weiteren Verpflichtungen klären müsse.
Nach einem Bericht der Bild-Zeitung gehören zu seinem Firmengeflecht unter anderem Werkstätten, Gastronomiebetriebe, ein Automuseum sowie eine Modemarke. Das Medium spricht von insgesamt 18 Unternehmen. Offizielle Einzelheiten zur geplanten Abwicklung veröffentlichte Kraemer jedoch noch nicht.
Mehrere Geschäftspartner zogen bereits Konsequenzen
Die Ankündigung folgt auf mehrere wirtschaftliche Konsequenzen. Borussia Dortmund entfernte die gemeinsame Kollektion mit JP Performance aus seinem Sortiment. Darüber hinaus beendete die Getränkemarke Gönrgy, an der der Streamer MontanaBlack beteiligt ist, ihre Zusammenarbeit mit Kraemer.
In seinem abschließenden Statement zeigte sich der Unternehmer sichtlich emotional. Er bedankte sich bei seinen Beschäftigten sowie bei den Menschen, die ihn über viele Jahre begleitet hatten. Außerdem kündigte er an, sich nun verstärkt um sich selbst zu kümmern. Sein Video beendete Kraemer schließlich mit der Aussage: „Ich bin weg.“
Ob sein Rückzug dauerhaft bleibt und wie es mit den Unternehmen sowie den betroffenen Beschäftigten weitergeht, bleibt zunächst offen.
Hinweis: Bei den geschilderten strafrechtlichen Sachverhalten gilt, soweit sie nicht ausdrücklich eingeräumt wurden, die Unschuldsvermutung.
