Kind schleudert hilflosen Welpen durch die Luft – Polizei greift ein
14. Juli 2026 3 Minuten gelesen
Kind schleudert hilflosen Welpen durch die Luft – Polizei greift am Kottbusser Tor ein
Berlin. Ein erschütternder Vorfall am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg beschäftigt derzeit die Polizei. Einsatzkräfte beobachteten am Montagabend, wie ein Kind einen winzigen Hundewelpen wie eine Puppe durch die Luft schleuderte. Die Beamten stoppten sofort und nahmen das stark geschwächte Tier in ihre Obhut. Anschließend brachten sie den Welpen in eine Tierklinik.
Polizisten entdecken den Welpen am Kottbusser Tor
Nach den bisher bekannten Informationen fuhren die Polizeikräfte gegen 19.30 Uhr am Kottbusser Tor vorbei. Dabei bemerkten sie das Kind mit dem jungen Hund. Da der Umgang mit dem Tier offenbar sehr grob war, griffen die Einsatzkräfte unverzüglich ein.
Bei der anschließenden Kontrolle erkannten die Beamten schnell, dass sich der Welpe am Kottbusser Tor in einem schlechten Zustand befand. Der kleine Hund konnte kaum laufen und wirkte völlig entkräftet. Außerdem hatte er seine Augen offenbar noch nicht vollständig geöffnet. Deshalb vermuteten die Polizisten, dass das Tier noch viel zu jung war, um ohne seine Mutter zu leben.
Mutter bezeichnet Hund offenbar als Spielzeug
Die 19 Jahre alte Mutter des Kindes hielt sich ebenfalls vor Ort auf. Allerdings konnte sie den Beamten weder Unterlagen für den Hund zeigen noch nachvollziehbar erklären, woher das Tier stammte. Nach Angaben der Polizei erklärte sie lediglich, dass sie ein „Spielzeug“ für ihr Kind gewollt habe.
Diese Aussage sorgte für großes Unverständnis. Schließlich sind Hunde keine Gegenstände, sondern Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Gerade sehr junge Welpen brauchen die Fürsorge ihrer Mutter, ausreichend Futter, Wärme sowie eine sichere Umgebung. Eine zu frühe Trennung kann dagegen schwere körperliche und seelische Folgen haben.
Tierklinik bestätigt Verdacht der Einsatzkräfte
Die Polizisten nahmen den kleinen Hund deshalb an sich und brachten ihn zur Untersuchung in eine Tierklinik. Dort bestätigte sich der erste Eindruck der Einsatzkräfte: Der Welpe war noch nicht alt genug, um bereits von seiner Mutter getrennt zu werden. Zunächst muss das Tier nun medizinisch versorgt werden und wieder zu Kräften kommen.
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Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz
Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ein. Die Ermittler müssen nun unter anderem klären, woher der Welpe stammt und unter welchen Umständen die junge Frau das Tier erhielt. Ebenso bleibt offen, wann der Hund von seiner Mutter getrennt wurde.
Informationen zum geltenden Tierschutzrecht stellt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat bereit. Darüber hinaus warnt der Deutsche Tierschutzbund vor unseriösem Welpenhandel. Käufer sollten deshalb immer auf Herkunftsnachweise, Impfunterlagen und das Alter eines Tieres achten.
Welpe soll später ein geeignetes Zuhause bekommen
Der kleine Hund bleibt zunächst in fachkundiger Betreuung. Sobald er gesund und alt genug ist, sollen die zuständigen Stellen ein geeignetes Zuhause für ihn suchen. Die Polizei bittet derzeit darum, von direkten Adoptionsanfragen abzusehen. Über die spätere Vermittlung entscheiden die zuständigen Tierschutzstellen.
Der Fall zeigt erneut, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Haustieren ist. Wer einen Hund aufnimmt, übernimmt schließlich über viele Jahre Verantwortung. Dazu gehören nicht nur Futter und Tierarztbesuche, sondern ebenso Zeit, Geduld, Erziehung und ein dauerhaft sicheres Zuhause.
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