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Lovescam: Auf Liebesschwüre folgen Forderungen

19. März 2026 3 minutes read
Love-Scamming

Seniorin aus Balve erkennt Love-Scamming rechtzeitig 

Eine Seniorin aus Balve hat einen mutmaßlichen Betrugsversuch im Internet noch rechtzeitig erkannt und Anzeige bei der Polizei erstattet. Nach Angaben der Polizei lernte sie vor rund drei Wochen über Facebook einen Unbekannten kennen. Der Mann nahm Kontakt zu ihr auf, baute schnell eine persönliche Beziehung auf und erklärte der Frau schon kurz darauf seine Liebe.

Im weiteren Verlauf verlagerte sich der Kontakt von Facebook auf das Handy. Der Unbekannte behauptete, als Soldat in Aleppo zu dienen. Danach erzählte er der Seniorin, dass er gemeinsam mit Kameraden ein Millionen-Geschenk erhalten habe. Dieses wolle er über das Rote Kreuz nach Deutschland schicken. Dafür bat er die Frau aus Balve um ihre Adresse. Die Seniorin gab diese Daten zunächst weiter.

Geldforderung brachte den Betrugsverdacht ans Licht

Am Dienstag erreichte die Balverin dann die entscheidende Nachricht. Das angebliche Paket werde in Polen von einer Behörde festgehalten. Damit es freigegeben werde, müsse sie eine vierstellige Summe bezahlen. Spätestens an diesem Punkt wurde die Frau misstrauisch. Sie reagierte richtig, zahlte kein Geld und erstattete Anzeige wegen Betrugsverdachts.

Der Fall zeigt, wie schnell sich Love-Scamming in Balve und anderswo entwickeln kann. Die Täter bauen in kurzer Zeit Nähe, Vertrauen und emotionale Abhängigkeit auf. Danach folgen erfundene Notlagen, angebliche Paketsendungen oder dringende Geldforderungen. Häufig geben sich die Betrüger als Soldaten, Ärzte oder Geschäftsleute im Ausland aus, um persönliche Treffen zu vermeiden.

Typische Masche beim Love-Scamming

Nach Einschätzung der Polizei beginnen solche Kontakte oft harmlos. Auf sozialen Netzwerken reicht schon ein Satz wie „Dein Profilbild gefällt mir“. Kurz darauf folgen intensive Nachrichten, Liebesbekundungen und teilweise sogar Heiratsversprechen. Ziel bleibt jedoch fast immer dasselbe: Die Täter wollen Geld, persönliche Daten oder die Mithilfe ihrer Opfer bei dubiosen Paketgeschäften.

Im geschilderten Fall sollte die Seniorin aus Balve eine Sendung annehmen. Genau darin liegt eine weitere Gefahr. Entweder verlangen die Täter plötzlich hohe Gebühren für eine angebliche Freigabe. Oder das Paket kommt tatsächlich an, enthält dann aber womöglich illegale Gegenstände. Dadurch können Betroffene selbst in den Fokus von Ermittlungen geraten.

Polizei rät zu besonderer Vorsicht

Love-Scamming in Balve macht deutlich, wie professionell Täter im Internet vorgehen. Wer online jemanden kennenlernt, sollte misstrauisch werden, wenn die andere Person sehr schnell von Liebe spricht, persönliche Daten verlangt oder Geld ins Spiel bringt. Besonders bei Geschichten über Auslandseinsätze, Notlagen oder wertvolle Pakete gilt höchste Vorsicht.

Wer ähnliche Erfahrungen macht, sollte keine Zahlungen leisten, keine Sendungen weiterleiten und den Kontakt sofort abbrechen. Wichtig ist außerdem, Chatverläufe und Nachrichten zu sichern und die Polizei zu informieren. Weitere aktuelle Meldungen findet Ihr auch in unserem Bereich Deutschland sowie bei unseren Fahndungen.

Hinweise und Präventionstipps zum Thema gibt es außerdem bei Polizei NRW, auf polizei-beratung.de sowie über die Internetwache der Polizei NRW. Love-Scamming in Balve endete in diesem Fall glimpflich, weil die Seniorin rechtzeitig misstrauisch wurde.

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