Betrunkener (20) pinkelt auf Dienstfahrzeug der Bundespolizei – Flucht und mehrere Anzeigen
Am Sonntagmorgen, 27. Juli 2025, gegen 03:30 Uhr, kam es am Bahnhof Neumünster zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz.
Ein 20-jähriger Mann urinierte öffentlich auf ein geparktes Dienstfahrzeug der Bundespolizei.
Ein Taxifahrer, der die Szene beobachtete, sprach den Mann an und forderte ihn auf, das Verhalten zu unterlassen.
Der Mann reagierte aggressiv: Er schlug in Richtung des Taxifahrers und gegen dessen Fahrzeug.
Dabei wurde niemand verletzt.
Als Bundespolizisten das Geschehen bemerkten und sich näherten, flüchtete der Mann zu Fuß.
Nach kurzer Verfolgung – auch mit dem Streifenwagen – beobachteten die Beamten, wie er in ein Wohnhaus in der Färberstraße lief.
Im Haus gab sich der junge Mann als unbeteiligter Bewohner aus.
Doch die Polizisten erkannten ihn trotz abgelegter Kleidung und sichtlicher Erschöpfung wieder.
Bei der versuchten Durchsuchung wehrte sich der Mann heftig.
Er schlug mit dem Kopf gegen eine Türscheibe und verletzte sich dabei.
Ein Rettungswagen wurde gerufen, ebenso weitere Einsatzkräfte der Landespolizei.
Auf dem Transport ins Krankenhaus skandierte der Mann verfassungswidrige Parolen und drohte mit Anschlägen.
Ein Arzt ordnete wegen einer Augenverletzung die Einlieferung in die UKSH-Augenklinik Kiel an.
Ein Atemalkoholtest ergab 1,83 Promille.
Den 20-Jährigen erwarten nun mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen:
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Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
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Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
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Störung des öffentlichen Friedens
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Belästigung der Allgemeinheit
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Versuchte Körperverletzung
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Sachbeschädigung
