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Mehrfamilienhaus in Görlitz eingestürzt – THW sucht weiter nach Vermissten

19. Mai 2026 2 Minuten gelesen
Mehrfamilienhaus in Görlitz eingestürzt

Nach dem Hauseinsturz in Görlitz sind auch Fachgruppen Räumen des THW mit Großgerät im Einsatz. Foto: THW/Thomas Hopperdietzel

Mehrfamilienhaus in Görlitz eingestürzt

Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienwohnhauses in der Innenstadt von Görlitz läuft der Großeinsatz der Rettungskräfte weiterhin auf Hochtouren. Seit gestern Abend gegen 18 Uhr befindet sich das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz. Drei Menschen gelten derzeit noch als vermisst.

THW-Ortsverband Görlitz sofort im Einsatz

Der Ortsverband Görlitz reagierte unmittelbar nach dem Einsturz und übernahm erste Sicherungs- und Rettungsmaßnahmen. Aufgrund der unübersichtlichen Lage alarmierte das THW schnell weitere Spezialkräfte aus dem Landesverband Sachsen, Thüringen.

Mehrere Fachgruppen Ortung und Räumen unterstützen die Maßnahmen an der Unglücksstelle. Zusätzlich befinden sich ein Baufachberater sowie ein Trupp des Einsatzstellensicherungssystems (ESS) im Einsatz. In Kürze treffen weitere Kräfte aus den Landesverbänden Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern ein.

Derzeit arbeiten rund 45 THW-Kräfte an der Einsatzstelle.

Drei Vermisste – Trümmer werden mit Wärmebildkameras abgesucht

Die Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer aktuell mit technischer Ortung sowie Wärmebildkameras. Wegen der weiterhin instabilen Gebäudestruktur überwachen Spezialisten die umliegenden Häuser permanent mit Sensoren.

Zehn Gebäude in unmittelbarer Nähe mussten bereits evakuiert werden. Zusätzlich erschwert austretendes Gas die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich. Zu Beginn konnte die Einsatzstelle aufgrund der akuten Einsturzgefahr nicht betreten werden.

Die Lage bleibt weiterhin dynamisch und unübersichtlich.

Hohe psychische Belastung für Einsatzkräfte

Die andauernden Such- und Sicherungsarbeiten stellen für die eingesetzten Helfer eine enorme psychische Belastung dar. Deshalb plant das THW bereits den Einsatz eines Einsatznachsorgeteams (ENT), um die Kräfte zu betreuen.

Mit Stand heute, 8 Uhr, waren beziehungsweise sind die Ortsverbände Bautzen, Dresden, Görlitz, Kamenz, Reichenbach, Zittau und Zwickau im Einsatz.

Ein Ende des Einsatzes ist derzeit nicht absehbar.

Weitere Informationen

Technisches Hilfswerk (THW)
Polizei Sachsen
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