Koblenz. Nach dem Messerangriff in der Koblenzer Altstadt hat die Staatsanwaltschaft weitere Einzelheiten zu dem Tatverdächtigen und dem Ablauf der Auseinandersetzung mitgeteilt. Ein 20-Jähriger soll zunächst mit einer erhobenen Weinflasche gedroht und anschließend mehrfach mit einem Messer zugestochen haben.
Der Vorfall begann am frühen Sonntagmorgen, 30. August 2026, gegen 4.15 Uhr auf dem Münzplatz. Dort gerieten zwei Personengruppen mit insgesamt rund 15 Beteiligten in einen Streit. Das spätere Opfer versuchte nach Angaben der Staatsanwaltschaft, die Auseinandersetzung zu schlichten.
Mehrere Personen aus der Gruppe des 20-jährigen Tatverdächtigen sollen dem Schlichter daraufhin auf den Hinterkopf geschlagen haben. Anschließend eskalierte der Streit weiter.
20-Jähriger soll mit Weinflasche gedroht haben
Der 20-Jährige soll das Opfer mit einer erhobenen Weinflasche mit dem Tod bedroht haben. Danach soll er ein Messer eingesetzt und mehrfach auf die Beine seines Gegenübers eingestochen haben.
Der Verletzte erlitt laut Staatsanwaltschaft multiple Stichverletzungen an beiden Beinen. Ärzte operierten ihn anschließend in einem Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nach den vorliegenden Informationen nicht.
Bereits ein erster Bericht über den Messerangriff in der Koblenzer Altstadt hatte über die größere Auseinandersetzung und die Verletzungen des Mannes informiert.
Tatverdächtiger stellt sich am selben Abend
Noch am Sonntagabend stellte sich der 20-Jährige der Polizei. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen Deutschen aus dem Raum Mayen-Koblenz. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ die zuständige Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Koblenz einen Haftbefehl.
Die Richterin setzte den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug. Deshalb befindet sich der 20-Jährige auf freiem Fuß. Zu den Vorwürfen und zu einem möglichen Motiv äußerte er sich bislang nicht. Er macht von seinem Schweigerecht Gebrauch.
Gruppe soll Verletzten bis zu einem Imbiss verfolgt haben
Nach dem Messerangriff in der Koblenzer Altstadt soll die Gruppe des Tatverdächtigen den Verletzten und seine Begleiter bis zu einem Dönerimbiss in der Hohenfelder Straße verfolgt haben. Dort soll die Gruppe versucht haben, die Auseinandersetzung fortzusetzen. Anschließend flüchteten die Beteiligten in Richtung Altstadt.
Die Polizei untersucht weiterhin den genauen Ablauf sowie die Hintergründe der Eskalation. Die Staatsanwaltschaft führt gegen den 20-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Bedrohung.
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