Mordfall Fabian: Ermittler schließen Sexualdelikt aus
Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) – Drei Wochen sind vergangen, seit der achtjährige Fabian tot aufgefunden wurde. Das Verbrechen erschütterte nicht nur seine Heimatstadt, sondern ganz Deutschland. Doch die Ermittlungen verlaufen weiterhin ohne Festnahme. Der Täter ist noch immer auf freiem Fuß, und die Staatsanwaltschaft hält sich mit Details bedeckt.
Kein Hinweis auf Sexualdelikt
Nun gibt es zumindest eine klare Aussage, die ein mögliches Tatmotiv ausschließt. „Ein Sexualdelikt kann ausgeschlossen werden“, erklärte Harald Nowack, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, gegenüber RTL. Weitere Informationen zu den Ermittlungen oder zur Todesursache des Jungen nannte er nicht. Wie Fabian starb, ob der Fundort auch Tatort war oder welches Motiv hinter der Tat stecken könnte, bleibt unklar.
Fund in einem Tümpel bei Klein Upahl
Fabian war am 10. Oktober aus der elterlichen Wohnung in Güstrow verschwunden. Seine Mutter hatte ihn krank zu Hause gelassen. Als sie am Nachmittag von der Arbeit zurückkehrte, war der Junge spurlos verschwunden. Vier Tage später entdeckte man seine Leiche am Rand eines Tümpels bei Klein Upahl – etwa 15 Kilometer entfernt.
Profiler: „Der Täter kannte den Ort“
Kriminalexperte Axel Petermann deutet darauf hin, dass der Fundort gezielt gewählt wurde. „Der Junge sollte nicht schnell gefunden werden. Der Täter handelte in Eile, sonst hätte er das Kind vergraben können. Zudem meiden Täter Risiken und agieren an vertrauten Orten“, erklärt Petermann. Am Fundort entdeckte die Polizei zudem Brandspuren, die laut dem Profiler auf den Versuch hinweisen könnten, Spuren zu beseitigen.
Polizei durchsuchte Misthaufen und Mülldeponie
Eine Woche nach dem Fund durchsuchte die Polizei einen großen Misthaufen bei einem Kuhstall in Reimershagen. Wenige Tage später wurde eine Mülldeponie in Karow untersucht. Ob die Ermittler dort fündig wurden, teilte die Staatsanwaltschaft aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht mit. Weitere Polizeimeldungen aus der Region zeigen, wie intensiv die Suche nach Hinweisen läuft.
Güstrow lebt mit Angst und Unsicherheit
Für viele Menschen in Güstrow bleibt die Situation unerträglich. Die Ungewissheit über den Täter verunsichert die gesamte Stadt. Bürgermeister Sascha Zimmermann äußerte gegenüber Medien seine Hoffnung auf eine baldige Festnahme: „Dann hätte die Unsicherheit auch ein Ende.“ Die Ermittlungen im Mordfall Fabian dauern an.
Wer Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen oder Personen geben kann, wird gebeten, sich an die Polizei Mecklenburg-Vorpommern zu wenden.
