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Mordkomplott gegen Kassra Zargaran

20. August 2026 3 Minuten gelesen
Festnahmne

Verdächtiger in U-Haft

Ein mutmaßliches Mordkomplott gegen Kassra Zargaran sorgt für Aufsehen. Der frühere Hells Angel, der unter dem Namen „der Perser“ bekannt wurde, soll Ziel konkreter Tötungspläne gewesen sein. Nach aktuellen Berichten nahmen Ermittler in Nordrhein-Westfalen einen Mann fest. Er soll mit einem bislang unbekannten Auftraggeber über die geplante Tat kommuniziert haben.

Zargaran bestätigte in sozialen Netzwerken, dass es eine versuchte Tötung gegen ihn gegeben habe. Zu Einzelheiten des laufenden Ermittlungsverfahrens äußerten sich die zuständigen Behörden bislang jedoch nicht öffentlich. Deshalb bleiben wichtige Fragen offen.

Mordkomplott gegen Kassra Zargaran offenbar durch Chats entdeckt

Nach den bisher bekannten Informationen stießen Ermittler offenbar auf Nachrichten zwischen dem festgenommenen Mann und einem anonymen Auftraggeber. Dabei soll es konkret um Kassra Zargaran gegangen sein. Außerdem soll der unbekannte Auftraggeber Informationen über den Aufenthaltsort des ehemaligen Rockers genannt haben.

Wie weit die Vorbereitungen bereits fortgeschritten waren, ist derzeit nicht öffentlich bekannt. Ebenso bleibt unklar, wer hinter dem mutmaßlichen Auftrag steckt. Die Ermittlungen müssen deshalb zeigen, welche Personen an den Planungen beteiligt gewesen sein könnten.

Derartige Verfahren beschäftigen regelmäßig spezialisierte Ermittler. Auch in Berlin übernimmt das Landeskriminalamt bei schweren Gewaltdelikten umfangreiche Ermittlungen. Auf BlaulichtMYK berichteten wir zuletzt unter anderem über Schüsse auf ein fahrendes Auto in Berlin-Kreuzberg. In einem weiteren Fall ermittelte die Polizei nach einem gefährlichen Angriff auf einen Berliner Linienbus.

Kassra Zargaran war Mitglied der Hells Angels Berlin City

Kassra Zargaran gehörte ab 2010 zu den Hells Angels Berlin City. Große Bekanntheit erlangte er nach dem sogenannten Wettbüro-Mord in Berlin-Reinickendorf im Januar 2014. Zargaran war an der Tat beteiligt, soll jedoch selbst nicht geschossen haben.

Später sagte er als Kronzeuge gegen frühere Weggefährten aus. Wegen seiner Beteiligung an der Tat verbrachte er mehrere Jahre im Gefängnis. Anschließend berichtete er öffentlich über seine Vergangenheit im Rockermilieu und über Strukturen der organisierten Kriminalität. Zudem befindet er sich nach öffentlich bekannten Angaben im Zeugenschutz.

Gefährdung des Ex-Rockers seit Jahren bekannt

Dass Zargaran wegen seiner Aussagen als gefährdet gilt, ist bereits seit Jahren bekannt. Das aktuelle Mordkomplott gegen Kassra Zargaran erhält deshalb besondere Aufmerksamkeit. Ob frühere Kontakte aus dem Rockermilieu mit den aktuellen Vorwürfen zusammenhängen, ist derzeit jedoch nicht geklärt.

Auch andere schwere Fälle beschäftigen regelmäßig die Berliner Mordkommissionen. So berichteten wir über einen Todesfall in einer Berliner Bäckerei sowie über ein versuchtes Tötungsdelikt vor einer Bar in Berlin. Auch nach einem früheren Tötungsdelikt am Kurfürstendamm wandten sich Ermittler öffentlich an mögliche Zeugen.

Ermittlungen zum mutmaßlichen Auftraggeber laufen

Im Mittelpunkt steht nun vor allem die Frage nach dem mutmaßlichen Auftraggeber. Zudem müssen Ermittler klären, ob bereits konkrete Vorbereitungen für einen Angriff getroffen wurden und welche Rolle der festgenommene Mann dabei gespielt haben soll.

Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung. Weitere Einzelheiten könnten erst bekannt werden, wenn Staatsanwaltschaft oder Polizei offiziell über das Verfahren informieren.

Informationen über die Arbeit der Berliner Polizei gibt es auf der offiziellen Internetseite der Polizei Berlin. Angaben zu Ermittlungs- und Strafverfahren veröffentlicht außerdem die Generalstaatsanwaltschaft Berlin.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen und Nachrichten findest Du außerdem bei Blaulicht Deutschland.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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