Vernachlässigte Kinder in Menden gerettet: Polizei findet Kinder in komplett vermüllter Wohnung
Ein aufmerksamer Hinweis aus der Bevölkerung hat in Menden einen erschütternden Polizeieinsatz ausgelöst. Am Freitagnachmittag bemerkten Zeugen ein Kind, das deutlich zu leicht bekleidet über die Straße lief. Weil die Situation auffiel, informierten sie sofort die Polizei. Die Beamten rückten daraufhin zur Lendringser Hauptstraße aus.
Vor Ort ordneten die Einsatzkräfte das Kind einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zu. Als sie die Wohnung betraten, bot sich ihnen ein erschreckendes Bild. Die Räume waren stark vermüllt und in einem völlig ungepflegten Zustand. In der Wohnung hielten sich insgesamt sechs Kinder im Alter zwischen zwei und elf Jahren auf.
Vermüllte Wohnung gibt Polizei Anlass zur Sorge
Nach ersten Einschätzungen der Polizei lebten die Kinder unter unzumutbaren Bedingungen. Überall lagen Abfälle, Essensreste und Unrat. Die hygienischen Zustände galten als völlig unzureichend. Deshalb reagierten die Beamten umgehend und stuften die Lage als ernst ein. Sie sahen akuten Handlungsbedarf, um die Kinder zu schützen.
Der Rettungsdienst rückte an und untersuchte alle sechs Kinder noch in der Wohnung. Anschließend brachte er sie vorsorglich in ein Krankenhaus. Nach aktuellem Stand bestand keine Lebensgefahr. Während des ersten Einsatzes befand sich kein Erziehungsberechtigter in der Wohnung. Erst später kehrte die Mutter zurück.
Drogenfund in der Wohnung: Polizei leitet Ermittlungen ein
Im weiteren Verlauf durchsuchte die Polizei die vermüllte Wohnung gründlich. Dabei entdeckten die Beamten Betäubungsmittel. Sie stellten die Drogen sicher und dokumentierten den Fund. Der Fund verstärkte den Verdacht, dass die Kinder über längere Zeit in einem gefährdenden Umfeld lebten.
Die Polizei leitete daraufhin mehrere Ermittlungsverfahren ein. Zum einen prüfen die Ermittler den Verdacht der Kindeswohlgefährdung. Zum anderen ermitteln sie wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln. Die Stadt Menden wurde ebenfalls eingeschaltet, um weitere Maßnahmen zum Schutz der Kinder zu koordinieren.
Polizei äußert sich zurückhaltend zum Schutz der Kinder
Aus Gründen des Jugendschutzes und der Persönlichkeitsrechte macht die Polizei derzeit keine weiteren Angaben. Dennoch zeigt der Einsatz, wie wichtig Hinweise aus der Bevölkerung sind. Ohne das aufmerksame Eingreifen der Zeugen wäre die Situation möglicherweise unentdeckt geblieben.
Offizielle Informationen veröffentlicht die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis. Zuständig für weitere Schritte ist außerdem der Märkische Kreis.
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