Vandalismus am Königsbacher-Gelände: Polizei muss immer wieder ausrücken
Vandalismus am Königsbacher-Gelände beschäftigt offenbar regelmäßig die Polizei in Koblenz. Immer wieder sollen Menschen unerlaubt auf das ehemalige Brauereigelände im Stadtteil Stolzenfels gelangen. Dabei bleibt es offenbar nicht immer beim neugierigen Erkunden der verlassenen Gebäude.
Nach Angaben des Eigentümers kommt es auf dem weitläufigen Gelände unter anderem zu Beschädigungen und Diebstählen. Außerdem sollen Unbefugte Kabel aus den früheren Betriebsgebäuden entwenden. Die Polizei rückt deshalb wiederholt zu dem sogenannten Lost Place an der Bundesstraße 9 aus.
Ehemalige Brauerei zieht immer wieder Menschen an
Seit der Einstellung des Brauereibetriebs stehen große Teile des Areals leer. Dadurch hat sich das ehemalige Betriebsgelände zu einem Anziehungspunkt für sogenannte Urban Explorer entwickelt. Diese suchen gezielt verlassene Gebäude auf, um sie zu erkunden oder zu fotografieren.
Allerdings handelt es sich bei dem Königsbacher-Gelände weiterhin um Privatbesitz. Ein Betreten ohne Erlaubnis ist daher nicht gestattet. Dennoch überwinden offenbar immer wieder Personen Absperrungen oder verschaffen sich auf andere Weise Zugang zu den alten Hallen und Gebäuden.
Dabei setzen sich Eindringlinge nicht nur rechtlichen Konsequenzen aus. Vielmehr bestehen auf einem verlassenen Industriegelände erhebliche Gefahren. Marode Decken, ungesicherte Schächte, herumliegende Glasscherben sowie beschädigte Treppen können schnell zu schweren Verletzungen führen.
Vandalismus und Diebstähle verursachen zusätzliche Schäden
Besonders problematisch sind die Fälle, in denen Besucher mutwillig Gegenstände beschädigen oder verwertbare Materialien entwenden. Kabeldiebstähle können beispielsweise erhebliche Sachschäden verursachen, weil Täter häufig ganze Leitungen aus Wänden, technischen Anlagen oder Versorgungsschächten reißen.
Außerdem erschwert der fortschreitende Vandalismus eine mögliche spätere Nutzung oder Entwicklung des Areals. Der Eigentümer muss deshalb nicht nur das Gelände sichern, sondern auch entstandene Schäden dokumentieren und beseitigen lassen.
Bereits im Dezember 2025 hatte ein Brand in einem Gebäude der ehemaligen Brauerei einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Damals suchten die Ermittler nach zwei jungen Männern, die im Umfeld des Brandortes gesehen worden sein sollen.
Polizei Koblenz muss wiederholt zum Gelände fahren
Weil immer wieder Personen auf dem Gelände festgestellt werden oder verdächtige Beobachtungen gemeldet werden, muss die Polizei regelmäßig anrücken. Die Einsatzkräfte kontrollieren das Areal und prüfen, ob Straftaten begangen wurden.
Wer Personen beobachtet, die Absperrungen überwinden, Gegenstände abtransportieren oder sich verdächtig auf dem Gelände verhalten, sollte sich nicht selbst in Gefahr bringen. Stattdessen können entsprechende Beobachtungen der Polizei gemeldet werden. In akuten Situationen ist der Polizeinotruf unter der Telefonnummer 110 erreichbar.
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Betreten des Königsbacher-Geländes ist nicht erlaubt
Auch wenn verlassene Industriegebäude auf viele Menschen eine besondere Faszination ausüben, dürfen sie nicht ohne Zustimmung des Eigentümers betreten werden. Darüber hinaus kann bereits ein vermeintlich kurzer Besuch gefährlich werden. Absperrungen und Warnhinweise sollten deshalb unbedingt beachtet werden.
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