Ermittler identifizieren Tatverdächtigen nach Raubüberfall auf Hundertjährigen in Bremen
DNA-Treffer und Lichtbildvorlage belasten 20-Jährigen – Senior in Innenstadt brutal beraubt
Nach dem brutalen Raubüberfall auf einen 100 Jahre alten Mann in der Bremer Innenstadt haben Ermittler einen entscheidenden Durchbruch erzielt. Ende November führten sowohl eine DNA-Spur als auch eine Lichtbildvorlage zu einem 20-jährigen Mann, der nun als dringend tatverdächtig gilt. Der Angriff auf den Hundertjährigen ereignete sich bereits am 30. Mai 2025, beschäftigt jedoch die Polizei und die Stadt Bremen bis heute.
Der Senior war damals in der Innenstadt unterwegs, als ihn die Täter ins Visier nahmen. Sie griffen den hochbetagten Mann an und rissen ihm mit massiver Gewalt eine hochwertige Armbanduhr der Marke Patek Philippe, Modell 3800, vom Handgelenk. Auch der Schwiegersohn des Opfers wurde in die Auseinandersetzung hineingezogen und ebenfalls attackiert. Der Fall sorgte wegen der extremen Rücksichtslosigkeit gegenüber einem Hundertjährigen für besondere Fassungslosigkeit.
Überfall auf Hundertjährigen am 30. Mai 2025
Am Tattag hielt sich der Senior in der Bremer Innenstadt auf, als die Täter zuschlugen. Innerhalb kurzer Zeit eskalierte die Situation. Zunächst bedrängten die Angreifer den 100-Jährigen, dann griffen sie gezielt nach seinem Handgelenk. Die Ermittler gehen davon aus, dass es den Tätern vor allem auf die wertvolle Luxusuhr abgesehen hatte. Während der Senior um seine Sicherheit rang, kam auch der Schwiegersohn zu Schaden, als er versuchte zu helfen.
Die Polizei sicherte unmittelbar nach dem Überfall Spuren und wertete mehrfach Videoaufnahmen aus. Gleichzeitig baten die Ermittler die Bevölkerung um Hinweise. Der Vorfall reiht sich in eine Serie schwerer Straftaten in der Hansestadt ein, über die Blaulicht-Report unter anderem im Bereich Bremen regelmäßig berichtet.
20-Jähriger bereits wegen anderer Tat in Haft
Der nun identifizierte 20-Jährige sitzt bereits wegen einer anderen Straftat in Bremen in Haft. Ende November ergab ein Abgleich von Spuren einen Treffer, der den jungen Mann mit dem Raub auf den Hundertjährigen in Verbindung bringt. Zusätzlich belastete eine Lichtbildvorlage den Beschuldigten, da Zeugen ihn wiedererkannten. Dadurch verdichtete sich der Verdacht deutlich.
Für die Ermittler bedeutet diese Entwicklung einen wichtigen Erfolg. Denn ein so hohes Alter des Opfers erfordert besonderen Schutz. Angriffe auf hochbetagte Menschen gelten als besonders verwerflich, weil die Opfer dem Täter körperlich kaum etwas entgegensetzen können. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen nun, welche weiteren Verfahren gegen den 20-Jährigen gebündelt werden können.
Beute und mögliche Komplizen im Fokus der Ermittlungen
Die Ermittlungen sind trotz des identifizierten Tatverdächtigen noch nicht abgeschlossen. Im Mittelpunkt steht weiterhin die geraubte Armbanduhr. Ob die Patek-Philippe-Uhr Modell 3800 bereits weiterverkauft oder über Hehlerkreise verschoben wurde, ist derzeit unklar. Die Spurensuche reicht deshalb bis in einschlägige Milieus und mögliche Verkaufsplattformen.
Außerdem prüfen die zuständigen Dienststellen, ob neben dem 20-Jährigen weitere Personen aktiv an dem Raub beteiligt waren oder zumindest im Hintergrund mitwirkten. Hinweise auf zusätzliche Komplizen fließen laufend in die Auswertung ein. Die Polizei Bremen informiert auf ihrer Internetseite www.polizei.bremen.de sowie im Pressearchiv der Polizei Bremen über Entwicklungen in vergleichbaren Verfahren.
Der Fall zeigt, wie wichtig konsequente Ermittlungsarbeit und moderne Spurentechnik sind. Denn erst der DNA-Treffer brachte die entscheidende Wende. Ähnliche schwere Taten in der Hansestadt, etwa der tragische Fenstersturz eines neunjährigen Mädchens, über den Blaulicht-Report unter dem Titel „Kind (9) stirbt nach Fenstersturz in Bremen“ berichtete, haben das Sicherheitsgefühl vieler Bremer zusätzlich erschüttert. Auch frühere Gewaltdelikte wie die Festnahme nach Tötung in Bremen zeigen, dass Polizei und Justiz bei schweren Fällen konsequent nachfassen.
Für den 100-Jährigen und seine Familie bleibt der Überfall dennoch ein einschneidendes Erlebnis. Während die Ermittler weiter nach der Beute und möglichen Mitstreitern suchen, hoffen Angehörige und Öffentlichkeit, dass der schwere Raub auf den Hundertjährigen in Bremen vollständig aufgeklärt und vor Gericht aufgearbeitet wird.
