Regionalexpress bei Kamen prallt gegen Betonplatten auf Gleisen – Staatsschutz ermittelt
Ein gefährlicher Vorfall auf einer Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen beschäftigt seit der Nacht zu Sonntag die Ermittler. Ein Regionalexpress kollidierte bei Kamen mit mehreren Betonplatten und einer Metallstange, die Unbekannte auf den Gleisen abgelegt hatten. Deshalb ermittelt jetzt auch der Staatsschutz.
Der Zug war auf dem Weg von Aachen nach Hamm, als der Lokführer die Hindernisse zwischen Kamen-Methler und dem Bahnhof Kamen bemerkte. Er leitete noch eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Trotz der gefährlichen Lage kamen der Lokführer und alle 309 Fahrgäste mit dem Schrecken davon.
Regionalexpress bei Kamen stark beschädigt
Durch die Kollision erlitt der Regionalexpress erhebliche Schäden und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen. Die Reisenden mussten den Zug verlassen und stiegen anschließend in einen Ersatzzug um. Gerade deshalb zeigt der Fall, wie gefährlich Gegenstände auf Bahngleisen sind. Schon wenige Sekunden entscheiden darüber, ob ein solcher Vorfall glimpflich endet oder schwere Folgen nach sich zieht.
Nach bisherigen Erkenntnissen entfernten der oder die Täter mehrere Betonplatten aus einem Kabelschacht neben der Bahnstrecke. Zusätzlich legten sie offenbar eine Metallstange auf die Schienen. Der Tatort liegt nach ersten Informationen im Bereich einer Unterführung an der Königsstraße beziehungsweise am Roggenkamp in Kamen.
Polizei prüft mögliches politisches Motiv
Die Polizei wertet den Vorfall als gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Weil die Ermittler ein politisches Motiv derzeit nicht ausschließen, übernahm auch der Staatsschutz die Ermittlungen. Damit gewinnt der Fall zusätzlich an Brisanz. Noch steht nicht fest, wer die Hindernisse auf die Strecke legte und welches Ziel dahintersteckte.
Die Beamten suchen nun nach Zeugen, die vor Mitternacht verdächtige Personen in der Nähe der Bahnstrecke beobachtet haben. Wer Hinweise geben kann, sollte sich an die Polizei wenden. Solche Aussagen können jetzt entscheidend sein, damit die Ermittler die Verantwortlichen schnell identifizieren.
Zeugen sollen sich melden
Der Fall aus Kamen zeigt erneut, wie schnell aus einer mutmaĂźlichen Sabotage ein schweres UnglĂĽck werden kann. Obwohl diesmal niemand verletzt wurde, blieb der Schaden erheblich. Zudem mussten zahlreiche Reisende ihre Fahrt unterbrechen. Weitere Meldungen aus Deutschland und aktuelle Fahndungen findest Du ebenfalls bei uns.
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