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Schock nach Tierquälerei: Suchte sie schon den nächsten Hund?

12. Juni 2026 3 Minuten gelesen
Tierquälerei Pößneck

Pößneck: Nach Tod von Hündin Jette soll Verdächtige erneut nach Welpen gesucht haben

Der Fall um die verstorbene Mischlingshündin Jette beschäftigt weiterhin die Ermittlungsbehörden in Thüringen. Gegen eine 21-jährige Frau sowie ihren ehemaligen Partner laufen Ermittlungen wegen des Verdachts schwerer Tierquälerei. Neue Chatverläufe könnten nun weitere Fragen aufwerfen.

Neue Chats sorgen für Aufsehen

Nach Angaben des Tierschützers Alexander Frick von der Organisation „Löwenherz“ liegen den Ermittlungsbehörden Chat-Nachrichten vor, die auf ein mögliches Interesse der Beschuldigten an einem neuen Hund hindeuten.

Demnach soll die Frau bereits am 6. Dezember 2025 Fotos von Rottweiler-Welpen verschickt haben. Dazu schrieb sie laut den vorliegenden Nachrichten: „Ohne Hund geht nich“.

Die Veröffentlichung dieser Chats sorgt bundesweit für Diskussionen. Frick äußerte sich gegenüber Medien überrascht darüber, dass bereits kurz nach dem Tod von Jette offenbar wieder nach einem Hund gesucht worden sei.

Ermittlungen dauern an

Die Tierquälerei in Pößneck beschäftigt weiterhin Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft. Nach Angaben der Ermittler wird der Kadaver der Hündin für weitere Untersuchungen exhumiert. Das Tier wurde nach bisherigen Erkenntnissen auf dem Grundstück der Eltern der Beschuldigten beerdigt.

Das Schicksal der dreijährigen Mischlingshündin Jette sorgte bundesweit für Entsetzen: Nach den Ermittlungen sollen die 21-jährige Frau und ihr ehemaliger Partner (41) dem Tier im November 2025 unter anderem Spülmaschinentabs sowie Medikamente verabreicht haben.

Die Hündin erlitt schwere Vergiftungen und lag schließlich schwer verletzt am Boden, während sie Blut erbrach. In Chat-Nachrichten sollen sich die beiden über das Leiden des Tieres lustig gemacht haben. Nach tagelangen Qualen wurde Jette schließlich von der 21-jährige getötet. Sie erhängte die Hündin.

Ein schriftliches Geständnis der 21-Jährigen soll den Ermittlern ebenfalls vorliegen. Die Behörden prüfen derzeit sämtliche Beweismittel sowie neue Hinweise aus den bekannt gewordenen Chatverläufen.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen finden Sie auch in unserem Bereich News.

Beschuldigte stellen selbst Anzeigen

Inzwischen haben die beiden Beschuldigten nach Angaben der Polizei selbst Strafanzeigen erstattet. Hintergrund seien veröffentlichte persönliche Daten im Internet sowie Drohungen und Aufrufe zu Gewalt gegen die Betroffenen.

Die Polizei weist darauf hin, dass auch entsprechende Reaktionen strafrechtliche Konsequenzen haben können. Die Ermittler appellieren daher an die Bevölkerung, keine Selbstjustiz auszuüben.

Tierhaltungsverbot bereits erlassen

Das Veterinäramt des Saale-Orla-Kreises hat gegen die 21-Jährige bereits ein Tierhaltungs- und Tierbetreuungsverbot ausgesprochen. Nach einem Wohnortwechsel kontrollierte auch das zuständige Veterinäramt im neuen Landkreis die Situation vor Ort.

Nach Angaben der Behörde wurde bei der Kontrolle kein Hund festgestellt. Allerdings soll der aktuelle Lebensgefährte der Frau Hundehalter sein.

Ein Sprecher des Veterinäramtes erklärte, dass eine Behörde rechtlich nicht die Möglichkeit habe, einer Person den bloßen Kontakt zu Tieren anderer Halter grundsätzlich zu untersagen.

Unschuldsvermutung gilt weiterhin

Die Ermittlungen im Fall der Tierquälerei Pößneck dauern weiterhin an. Bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung gilt für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

Weitere Meldungen aus Deutschland finden Sie unter Deutschland. Informationen der zuständigen Behörden veröffentlicht zudem die Polizei Thüringen sowie die Thüringer Justiz.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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