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Schwerer LKW-Unfall – Fahrer eingeklemmt und schwer verletzt

26. Mai 2026 3 Minuten gelesen
Schwerer LKW-Unfall auf der B495

Schwerer LKW-Unfall auf der B495 bei Hemmoor

Auf der Bundesstraße 495 zwischen Neuland und Hemmoor hat sich am gestrigen frühen Nachmittag gegen 13:40 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet.

Dabei erlitt ein 56-jähriger LKW-Fahrer aus Polen schwere Verletzungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann mit einer Mercedes-Sattelzugmaschine und einem Tankauflieger in Richtung Osten unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Fahrer im Bereich des Unfallortes nach rechts von der Fahrbahn ab.

Sattelzug zerstört Schutzplanke und stürzt Abhang hinunter

Der LKW geriet in den Seitenraum, durchbrach die rechtsseitige Schutzplanke und rutschte anschließend einen angrenzenden Abhang hinunter. Schließlich kam der Sattelzug auf der linken Fahrzeugseite liegend im Bereich eines Geh- und Radweges zum Stillstand.

Durch den schweren Aufprall wurden sowohl das Führerhaus als auch der Tankauflieger massiv beschädigt und teilweise deformiert. Zusätzlich entstand erheblicher Flurschaden entlang des Abhangs und auf dem Geh- und Radweg.

Dieselkraftstoff tritt aus – Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Aus der beschädigten Sattelzugmaschine trat Dieselkraftstoff aus.

Die eingesetzten Feuerwehrkräfte konnten den Austritt jedoch schnell stoppen. Besonders wichtig: Die geladene Gefahrgutladung Bitumen blieb unbeschädigt. Ein Austritt aus dem Tankauflieger wurde nicht festgestellt.

Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die B495 voll gesperrt werden. Betroffen war der Abschnitt zwischen der L111 und dem Bereich Fasanenweg/Birkenstraße. Die Straßenmeisterei Otterndorf übernahm im weiteren Verlauf die Sperrmaßnahmen.

Großeinsatz der Feuerwehren aus der Region

Zur Sicherstellung des Brandschutzes sowie zur Aufnahme der ausgelaufenen Betriebsstoffe rückten zahlreiche Einsatzkräfte an. Alarmiert wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Drochtersen, Hüll, Wischhafen und Freiburg.

Zusätzlich unterstützten der Führungsdienst Umwelt der Kreisfeuerwehr Stade sowie die Werkfeuerwehr der DOW aus Stade den Einsatz. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute vor Ort.

Der Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aufwendig befreit werden. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt brachte der Rettungsdienst den schwer verletzten Mann in das Elbeklinikum Stade.

Bergung wird fortgesetzt – erneute Sperrung angekündigt

Die Bergung des verunglückten Sattelzuges konnte am Abend nicht abgeschlossen werden und wurde abgebrochen.

Die Arbeiten sollen am Dienstag fortgesetzt werden.

Zwar wurde die Bundesstraße zunächst wieder freigegeben, allerdings rechnen die Behörden am Dienstag ab etwa 10:00 Uhr erneut
mit einer mehrstündigen
Sperrung.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Sachschaden auf deutlich über 100.000 Euro.

Weitere aktuelle Meldungen aus Niedersachsen und Deutschland findest Du auch in unserer Kategorie Deutschland sowie unter News.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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