Schockanruf in Bochum: Senior (88) verliert Erspartes – Polizei sucht Zeugen
Ein perfider Schockanruf in Bochum hat erneut einen älteren Menschen um sein Erspartes gebracht. Ein 88-jähriger Bochumer fiel in der Nacht auf Dienstag, 21. Juli, auf die Betrugsmasche herein. Die Polizei bittet nun um Zeugenhinweise und warnt eindringlich vor derartigen Telefonbetrügern.
Falsche Geschichte über schweren Verkehrsunfall
Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt der Senior, der im Bereich Hustadtring in Bochum wohnt, gegen 1 Uhr nachts einen Anruf von einer unbekannten Frau. Die Anruferin behauptete, sein Enkel sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Angeblich werde dringend Geld benötigt, um die Krankenhausbehandlung und eine notwendige Operation bezahlen zu können.
Der 88-Jährige glaubte den Schilderungen und erklärte sich bereit, Bargeld zu übergeben.
Zwei Geldübergaben in derselben Nacht
Etwa 30 Minuten nach dem Telefonat erschien ein unbekannter Mann an der Wohnung des Seniors und nahm die geforderte Geldsumme entgegen. Doch damit war die Tat noch nicht beendet.
Kurz darauf meldete sich die unbekannte Frau erneut telefonisch und forderte weiteres Bargeld. Aus Sorge um seinen vermeintlich verletzten Enkel übergab der Senior ein weiteres Mal Geld an denselben Abholer.
Täterbeschreibung
Der unbekannte Geldabholer wird wie folgt beschrieben:
- etwa 175 bis 180 Zentimeter groß
- schlanke Statur
- schwarze Haare
- bei der ersten Übergabe weißer Pullover
- bei der zweiten Übergabe schwarzer Pullover
Polizei bittet um Hinweise
Die Ermittler fragen, wer zwischen 1 Uhr und 3 Uhr im Bereich Hustadtring, unweit des Uni Centers, verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat.
Hinweise nimmt das zuständige Kriminalkommissariat unter den Telefonnummern 0234 909-4135 oder 0234 909-4441 (Kriminalwache) entgegen.
Polizei warnt erneut vor Schockanrufen
Der aktuelle Schockanruf in Bochum zeigt erneut, wie skrupellos Betrüger insbesondere ältere Menschen unter Druck setzen. Die Täter erzeugen Angst und Zeitdruck, um ihre Opfer zu unüberlegten Geldübergaben zu bewegen.
Die Polizei rät deshalb dringend, bei Forderungen nach Bargeld oder Wertgegenständen grundsätzlich misstrauisch zu sein. Legen Sie sofort auf, wenn Ihnen eine Geschichte ungewöhnlich erscheint, und kontaktieren Sie Angehörige über bekannte Telefonnummern. In akuten Verdachtsfällen sollte umgehend der Polizeinotruf 110 verständigt werden.
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Weitere Informationen und Präventionshinweise zum Thema Trickbetrug veröffentlicht zudem die Polizei Nordrhein-Westfalen.
