Schlagwort: Rosenheim

  • Bewaffnet nach Deutschland – Bundespolizei stellt Waffen bei Grenzkontrollen sicher

    Bewaffnet nach Deutschland – Bundespolizei stellt Waffen bei Grenzkontrollen sicher

    Rosenheim / Kiefersfelden

    Die Rosenheimer Bundespolizei hat im Rahmen ihrer grenzpolizeilichen Kontrollen am Montag (13. März) einen Italiener und zwei Polen wegen ihrer jeweiligen Verstöße gegen das Waffengesetz angezeigt. Die aufgefundenen Waffen wurden sichergestellt.

    An der Inntalautobahn (A93) nahe Kiefersfelden überprüften die Bundespolizisten die Personalien Italieners,
    der in einem Reisebus unterwegs war. Wie sich herausstellte, war die Münchner Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einem Bedrohungsdelikt am Aufenthaltsort des 31-Jährigen interessiert. Nachdem die Erreichbarkeit des italienischen Staatsangehörigen in Deutschland festgestellt war, durchsuchten die Beamten noch dessen Gepäck und Kleidung. Dabei fanden sie in einer Jackentasche ein in Deutschland nicht zugelassenes Elektroschockgerät und im Rucksack eine weitere Waffe. Bei der Pistole handelt es sich ebenfalls um eine als zugelassene Waffe nicht gekennzeichnete Schreckschusswaffe. Der Italiener gab an, sich in seiner Freizeit mit Waffen zu beschäftigen, jedoch nicht gewusst zu haben, dass die mitgeführten Gegenstände verboten seien. Ohne die sichergestellten Waffen, dafür aber mit einer Strafanzeige im Gepäck konnte er seine Reise fortsetzen.

    In einem Pkw mit polnischen Kennzeichen fanden die Kontrollbeamten zwei in der Bundesrepublik nicht erlaubte Reizstoffsprühgeräte, zwei verbotene Einhandmesser, sowie ein Butterfly-Messer. Gegen den 48-jährigen Fahrer und den 17-jährigen Beifahrer, denen die beschlagnahmten Gegenstände jeweils zugeordnet werden konnten, wurden die entsprechenden Ordnungswidrigkeiten- beziehungsweise Strafverfahren eingeleitet. Anschließend durften die Polen ihre Fahrt unbewaffnet fortsetzen.

  • 20 Gramm Haschisch bei S-Bahn-Fahrer aus Salzburg entdeckt

    20 Gramm Haschisch bei S-Bahn-Fahrer aus Salzburg entdeckt

    Rosenheim, Freilassing, Traunstein

    Im Rahmen einer routinemäßigen Einfuhrkontrolle am Bahnhof Freilassing haben Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) Traunstein am vergangenen Wochenende einen irakischen Staatsbürger kontrolliert. Der 25Jährige war mit der S-Bahn aus Richtung Salzburg angereist und gab auf Befragen der Zollbeamten an, dass
    er gerade auf dem Weg in eine Shisha Bar in Freilassing wäre. Ob er Drogen oder Waffen bei sich führe, verneinte der Iraker. Außerdem lebe er bereits seit 10 Jahren in Österreich. Umso überraschender war dann das Ergebnis der Durchsuchung seiner Jacke: In der Innentasche befanden sich 20 Gramm Haschisch. Der Mann musste die Zollbeamten unmittelbar auf das Revier der Bundespolizei am Bahnhof Freilassing begleiten. Ohne festem Wohnsitz im Inland wurde für die mitgeführten Drogen eine Sicherheitsleistung von 400,- EUR fällig, welche der Beschuldigte sofort in bar entrichtete. Das Hauptzollamt Rosenheim hat ein Strafverfahren eingeleitet.

  • Minderjähriger lebt auf Straße – Warme Mahlzeit bei Bundespolizei

    Minderjähriger lebt auf Straße – Warme Mahlzeit bei Bundespolizei

    Rosenheim

    Die Bundespolizei hat Montagnacht (30. Januar) am Bahnhof in Rosenheim einen minderjährigen Rumänen in Gewahrsam genommen. Der Jugendliche machte auf die Beamten einen verwahrlosten Eindruck. Offenkundig lebte der 17-Jährige auf der Straße.

    Der Minderjährige erklärte, dass er ab und zu bei Bekannten Unterkunft gefunden hätte. Sofern das nicht möglich gewesen wäre, habe er jedoch im Freien geschlafen. Sein Vater sei bereits verstorben und die Mutter wohne wohl in Österreich. Der Kontakt zu ihr sei allerdings abgebrochen. Im Landkreis Rosenheim lebe seine Großmutter, bei der er aber aus verschiedenen Gründen nicht bleiben könnte.

    Die Bundespolizisten nahmen den obdachlosen Jugendlichen in die Dienststelle mit. Dort versorgten sie ihn zunächst mit einer warmen Mahlzeit. Abgesehen von zwei Euro war er mittellos. Mehrere Versuche der Bundespolizei, mit der Mutter oder der Großmutter in Verbindung zu treten, schlugen fehl. Bei den Recherchen stellte sich heraus, dass auch schon die Staatsanwaltschaft Rosenheim am Aufenthaltsort des 17-Jährigen interessiert ist. Hintergrund ist ein Verfahren wegen eines besonders schweren Diebstahlsfalls. Vorerst sollte der Minderjährige jedenfalls wieder eine feste Bleibe gefunden haben. Er konnte am Dienstagmorgen der Obhut des Rosenheimer Jugendamtes anvertraut werden.

  • Tochter bewahrt Mutter vor Gefängnis

    Tochter bewahrt Mutter vor Gefängnis

    Rosenheim / A8 / Bad Feilnbach

    Eine 48-jährige Frau wäre am Dienstag (31. Januar) im Anschluss an eine Kontrolle der Bundespolizei auf der A8 beinahe ins Gefängnis gekommen, wenn ihre Tochter ihr nicht geholfen hätte. Die deutsche Staatsangehörige war als Beifahrerin in einem Pkw in Richtung Rosenheim unterwegs. Am Steuer saß die 19-jährige Tochter.

    Auf Höhe Bad Feilnbach wurde der Wagen angehalten und die beiden Insassen einer Routinekontrolle unterzogen. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass die Mutter seit Mai 2021 mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein gesucht wurde. Demnach hatte sie aufgrund eines Strafbefehls des Amtsgerichts Rosenheim wegen Unterschlagung eine Gelstrafe von rund 1.600 Euro einschließlich Verfahrenskosten zu zahlen. Ersatzweise waren 67 Tage Freiheitsentzug vorgesehen.

    Die 48-Jährige aus dem Landkreis Traunstein verfügte nicht über die finanziellen Mittel, um die geforderte Summe zu begleichen und die Ersatzfreiheitsstrafe unmittelbar abzuwenden. Sie wurde zur Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei mitgenommen. Ihre Tochter konnte die Fahrt fortsetzen. Sie versprach, das notwendige Geld schnellstmöglich zu beschaffen. Die 19-Jährige hielt Wort und beglich binnen weniger Stunden die offenen Justizschulden der Mutter. Somit blieb dieser der Gang ins Gefängnis erspart.