Tötungsdelikt in Ebernhahn: 69-Jähriger steht unter Totschlagsverdacht
Im Ortsrandbereich von Ebernhahn im Westerwaldkreis ist am 17.05.2026 die Leiche einer 67-jährigen Frau entdeckt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden wurde die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags eingeleitet.
Getrennt lebender Ehemann dringend tatverdächtig
Dringend tatverdächtig ist ein 69-jähriger deutscher Staatsangehöriger aus dem Westerwaldkreis. Bei der Verstorbenen handelt es sich um dessen getrennt lebende Ehefrau. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll der Beschuldigte die Frau während eines Spaziergangs mit einem Hammer angegriffen haben.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann der 67-Jährigen dabei schwere Kopfverletzungen zufügte, an denen sie noch am Tatort verstarb. Die Leiche wurde anschließend in einem Straßengraben im Ortsrandbereich von Ebernhahn aufgefunden.
Schwerer Unfall nach der Tat
Nach der mutmaßlichen Tat entfernte sich der Beschuldigte laut Staatsanwaltschaft zunächst mit seinem Pkw vom Tatort. Wenig später soll er auf einer Landstraße zwischen Ransbach-Baumbach und Ebernhahn in mutmaßlich suizidaler Absicht frontal gegen einen Baum gefahren sein.
Bei dem schweren Verkehrsunfall erlitt der 69-Jährige schwerste Verletzungen. Er wird derzeit in einem Krankenhaus in Koblenz behandelt.
Haftbefehl wegen Totschlags erlassen
Das Amtsgericht Koblenz hat inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags erlassen. Aufgrund seines Gesundheitszustands gilt der Beschuldigte derzeit jedoch als weder haft- noch vernehmungsfähig.
Sobald sich sein Zustand verbessert, soll ihm der Haftbefehl eröffnet werden. Zudem planen die Ermittler eine Vernehmung zu den Tatvorwürfen. Bis dahin wird der Mann im Krankenhaus durch die Polizei bewacht.
Blutverschmiertes Tatwerkzeug im Fahrzeug entdeckt
Der dringende Tatverdacht stützt sich laut Ermittlungsbehörden insbesondere auf die Spurenlage am und im Fahrzeug des Beschuldigten. Nach dem Unfall fanden die Beamten im Pkw ein blutverschmiertes mutmaßliches Tatwerkzeug.
Auch weitere Spuren sollen den Tatverdacht bestätigen. Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf sowie zum möglichen Motiv dauern weiterhin an.
Ermittler prüfen mögliches Mordmerkmal
Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit außerdem, ob die Tat möglicherweise rechtlich als Mord einzustufen ist. Zudem soll untersucht werden, ob der Beschuldigte zur Tatzeit voll schuldfähig war.
Zur weiteren Aufklärung wurden bereits Durchsuchungen sowie zahlreiche Zeugenvernehmungen veranlasst. Zusätzlich ordneten die Behörden eine Obduktion des Leichnams an. Mit ersten Ergebnissen rechnen die Ermittler in den kommenden Tagen.
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