Wal-Rettung um Timmy eskaliert: Expertin aus Hawaii verlässt Helferteam nach Streit
Die Rettungsaktion für Buckelwal Timmy vor der Insel Poel gerät immer stärker unter Druck. Nach einem heftigen Streit hat die aus Hawaii eingeflogene Wal-Expertin Dr. Jenna Wallace das Team der Helfer verlassen. Damit verliert die ohnehin umstrittene Mission eine weitere wichtige Fachkraft. Zuvor musste bereits Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert nach einem medizinischen Notfall per Hubschrauber in eine Klinik gebracht werden.
Heftiger Streit im Team belastet die Wal-Rettung
Nach Angaben aus dem Umfeld der Rettungsaktion kam es innerhalb der Gruppe zu massivem Ärger. Dr. Jenna Wallace soll schwere Vorwürfe gegen einzelne Beteiligte erhoben haben. Dabei ging es offenbar um Entscheidungen am Einsatzort und um die Frage, wer tatsächlich über die nötige Erfahrung mit Walen verfügt. Die Expertin aus Hawaii soll sich über ärztliche Anweisungen hinweggesetztes Verhalten aus dem Team nicht länger angesehen haben. Deshalb zog sie die Reißleine und trat die Heimreise an.
Für die Rettungsaktion ist das ein harter Schlag. Schließlich war Wallace erst kurz zuvor nach Mecklenburg-Vorpommern gereist, um Timmy zu helfen. Sponsoren hatten ihre Anreise organisiert, weil die Lage des Buckelwals seit Tagen als kritisch gilt. Nun verschärft der interne Streit die ohnehin schwierige Situation zusätzlich.
Nur noch wenig Fachpersonal bei Timmy im Einsatz
Besonders brisant wirkt der Abgang, weil das Team schon am selben Tag eine weitere Tierärztin verlor. Janine Bahr-van Gemmert erlitt einen medizinischen Notfall und kam in eine Klinik nach Rostock. Dadurch schrumpfte die Zahl der veterinärmedizinischen Fachkräfte bei der Rettungsaktion deutlich. Gerade in einer so heiklen Lage zählt jedoch jede erfahrene Hand.
Außerdem steht die gesamte Mission schon seit Tagen in der Kritik. Das Land Mecklenburg-Vorpommern verwies bereits auf ein Gutachten, das die Überlebenschancen des Tieres als verschwindend gering bewertet. Dennoch hielten private Initiatoren an ihrem Rettungsversuch fest. Genau deshalb schauen Beobachter jetzt noch genauer hin, denn jeder weitere Rückschlag erhöht den Druck auf die Verantwortlichen.
Lage für Buckelwal Timmy bleibt dramatisch
Timmy steckt seit Wochen in der Ostsee fest und bewegt viele Menschen weit über die Region hinaus. Einerseits hoffen Unterstützer weiter auf eine Wende. Andererseits wächst mit jedem Tag die Sorge, dass die Rettung zu spät kommt. Der Streit im Team, der Ausfall von Fachpersonal und die skeptische Einschätzung offizieller Stellen zeichnen jedenfalls ein alarmierendes Bild.
Wie es nun weitergeht, bleibt offen. Klar ist aber schon jetzt: Die Rettungsaktion für Buckelwal Timmy steht nicht nur wegen des Zustands des Tieres unter enormem Druck, sondern auch wegen der wachsenden Konflikte im Umfeld. Weitere Hintergründe zum Thema findest Du auch in der Rubrik Deutschland, bei internationalen Entwicklungen unter Weltweit sowie auf der Informationsseite der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern zum gestrandeten Wal unter regierung-mv.de. Den ursprünglichen Bericht zum neuen Streit im Helferteam gibt es außerdem bei BILD. Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.
