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Wildschweine verwüsten Gräber auf Koblenzer Hauptfriedhof

25. August 2026 3 Minuten gelesen
Wildschweine auf dem Hauptfriedhof Koblenz

Wildschweine verwüsten Gräber auf Koblenzer Hauptfriedhof

Koblenz. Wildschweine richten derzeit erhebliche Schäden auf dem Hauptfriedhof Koblenz an. Die Tiere durchwühlen Grabstätten, beschädigen Bepflanzungen und verwüsten öffentliche Grünflächen. Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen erhält regelmäßig neue Meldungen und sucht gemeinsam mit den zuständigen Behörden nach einer dauerhaften Lösung.

Nach Angaben der Friedhofsverwaltung suchen die Wildschweine auf dem Hauptfriedhof Koblenz vor allem nach Nahrung. Dabei wühlen sie Grabflächen und frisch bepflanzte Bereiche auf. Für Angehörige bedeutet dies eine zusätzliche emotionale Belastung.

„Wir können gut nachvollziehen, dass die Schäden an den Grabstätten für die Angehörigen eine große Belastung darstellen“, erklärt Ilja Nudelmann von der Friedhofsverwaltung.

Stadt kontrolliert Zäune und warnt Friedhofsbesucher

Der Eigenbetrieb kontrolliert die Zäune des Hauptfriedhofs regelmäßig, um mögliche Zugänge der Tiere zu erkennen und zu sichern. An den Haupteingängen erinnern zusätzliche Hinweisschilder die Besucher daran, die Tore nach dem Betreten oder Verlassen des Friedhofs geschlossen zu halten.

Die Stadt hofft, dadurch das Eindringen weiterer Tiere zu erschweren. Weitere regionale Nachrichten aus Koblenz und dem Landkreis Mayen-Koblenz sowie aktuelle Meldungen aus Rheinland-Pfalz finden Leser ebenfalls auf unserem Portal.

Ausnahmegenehmigung zur Einzelbejagung liegt vor

Auch der zuständige Jagdaufseher prüfte die betroffenen Bereiche auf dem Friedhof. Er sieht dringenden Handlungsbedarf. Gemeinsam mit der unteren Jagdbehörde und dem Ordnungsamt entwickelt die Stadt derzeit ein Konzept, das die Wildschweine dauerhaft vergrämen soll.

Eine Ausnahmegenehmigung zur Einzelbejagung liegt bereits vor. Der Jagdaufseher traf im Rahmen dieser Genehmigung auf dem Hauptfriedhof Wildschweine an. Die zahlreichen Grabanlagen und die räumlichen Verhältnisse ließen jedoch keinen sicheren Schuss zu. Deshalb konnte er bislang kein Tier erlegen.

Weitere Informationen zu Jagdangelegenheiten bietet die Stadt Koblenz.

Frische Pflanzen und Wasser können Tiere anlocken

Bis die Beteiligten eine dauerhafte Lösung gefunden haben, empfiehlt der Jagdaufseher den Angehörigen, in besonders stark betroffenen Grabfeldern möglichst auf neue Pflanzen und eine Bewässerung zu verzichten. Frische Bepflanzungen und Wasser können die Wildschweine zusätzlich anlocken.

„Uns ist bewusst, dass diese Empfehlung dem Wunsch nach einer dauerhaften und gepflegten Grabstätte entgegensteht. In der derzeitigen Ausnahmesituation können wir nach Abstimmung mit dem Jagdaufseher jedoch keine andere Empfehlung geben“, erklärt Nudelmann.

Beschädigte Grünflächen werden wiederhergestellt

Der Eigenbetrieb kümmert sich parallel um die beschädigten öffentlichen Grünflächen. Die Mitarbeiter beseitigen die Verwüstungen schrittweise und stellen die betroffenen Bereiche wieder her. Stadt, Friedhofsverwaltung, Jagdaufseher und Behörden wollen möglichst schnell eine wirksame und langfristige Lösung gegen die Wildschweine auf dem Hauptfriedhof Koblenz finden.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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