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Zigaretten – Regierung plant stärkere Steuererhöhung !

13. Juli 2026 4 Minuten gelesen
Aschenbecher

Zigaretten könnten bis 2030 fast zwölf Euro kosten – Regierung plant stärkere Steuererhöhung

Zigaretten könnten in Deutschland noch deutlich teurer werden als bislang angekündigt. Nach neuen Plänen aus dem Bundesfinanzministerium soll der durchschnittliche Preis einer Zigarettenpackung bis zum Jahr 2030 auf 11,78 Euro steigen. Allerdings handelt es sich derzeit noch um einen Entwurf. Bundestag und Bundesrat müssen einer entsprechenden Änderung des Tabaksteuergesetzes erst zustimmen.

Zigaretten sollen ab 2027 schrittweise teurer werden

Bereits Anfang Juli brachte die Bundesregierung eine Erhöhung der Tabaksteuer auf den Weg. Nun könnte die Belastung für Raucher jedoch noch stärker ausfallen. Nach den aktuellen Überlegungen soll der durchschnittliche Packungspreis ab 2027 jedes Jahr steigen.

Demnach könnte eine Packung Zigaretten im Jahr 2027 durchschnittlich 9,10 Euro kosten. Anschließend soll der Preis 2028 auf 9,91 Euro steigen. Für 2029 stehen 10,81 Euro im Raum, während der durchschnittliche Preis im Jahr 2030 schließlich 11,78 Euro erreichen könnte.

  • 2027: durchschnittlich 9,10 Euro pro Packung
  • 2028: durchschnittlich 9,91 Euro pro Packung
  • 2029: durchschnittlich 10,81 Euro pro Packung
  • 2030: durchschnittlich 11,78 Euro pro Packung

Damit läge der für 2030 geplante Preis rund 40 Cent über dem Betrag, der zuvor im Zusammenhang mit dem Kabinettsbeschluss genannt wurde. Dennoch handelt es sich bei den genannten Preisen um Durchschnittswerte. Die tatsächlichen Verkaufspreise können deshalb je nach Marke, Packungsgröße und Preispolitik der Hersteller abweichen.

Tabaksteuer soll auf mehr als sechs Euro pro Packung steigen

Vor allem der Steueranteil am Verkaufspreis soll wachsen. Nach den neuen Plänen könnte die Tabaksteuer bis 2030 auf 6,19 Euro pro Packung steigen. Derzeit liegt der Anteil deutlich niedriger. Außerdem soll nicht nur die Steuer auf fertige Zigaretten steigen. Auch Feinschnitt für selbstgedrehte Zigaretten könnte stärker belastet werden.

Die Bundesregierung verfolgt damit mehrere Ziele. Einerseits sollen die zusätzlichen Einnahmen dabei helfen, Lücken im Bundeshaushalt zu schließen. Andererseits begründet die Regierung die höheren Abgaben mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit. Höhere Preise sollen insbesondere Jugendliche davon abhalten, mit dem Rauchen anzufangen. Gleichzeitig möchte die Bundesregierung die Raucherquote bei Erwachsenen senken.

Bund erwartet zusätzliche Einnahmen in Milliardenhöhe

Durch die geplanten Steuererhöhungen erwartet der Bund erhebliche Mehreinnahmen. Frühere Berechnungen gingen für die Jahre bis 2030 von zusätzlichen Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 8,5 Milliarden Euro aus. Da die Steuer nun möglicherweise noch stärker steigt, könnten die Einnahmen ebenfalls höher ausfallen.

Allerdings hängt die tatsächliche Summe auch vom Verhalten der Verbraucher ab. Während einige Raucher trotz höherer Preise weiterhin Zigaretten kaufen dürften, könnten andere ihren Konsum einschränken oder ganz aufhören. Zudem könnten manche Verbraucher verstärkt auf günstigere Tabakprodukte oder Einkäufe im Ausland ausweichen.

Höhere Zigarettenpreise sind noch nicht endgültig beschlossen

Für Raucher ist deshalb wichtig: Der Preis von 11,78 Euro gilt noch nicht als endgültig beschlossen. Der aktuelle Vorschlag muss zunächst das weitere Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Dabei können sich einzelne Steuersätze, Zeitpunkte und Berechnungen noch verändern.

Weitere Informationen zum Bundeshaushalt und zu geplanten Steuergesetzen veröffentlicht das Bundesfinanzministerium. Hinweise zu den gesundheitlichen Folgen des Rauchens sowie Angebote für einen Rauchstopp bietet außerdem das staatliche Informationsportal rauchfrei-info.de.

Debatte über hohe Belastung für Raucher erwartet

Die Pläne dürften in den kommenden Wochen für Diskussionen sorgen. Befürworter sehen in höheren Preisen ein wirksames Mittel gegen Tabakkonsum. Kritiker befürchten dagegen eine zusätzliche finanzielle Belastung, besonders für Menschen mit niedrigem Einkommen. Außerdem warnen sie vor einer möglichen Zunahme des Schwarzmarkts und des grenznahen Einkaufs.

Ob eine durchschnittliche Packung Zigaretten im Jahr 2030 tatsächlich 11,78 Euro kosten wird, entscheidet sich daher erst im weiteren politischen Verfahren. Fest steht jedoch bereits jetzt: Rauchen dürfte in Deutschland in den nächsten Jahren erheblich teurer werden.

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