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Ausweis im Schuh versteckt – Hochzeit mit fiktiver Frau geplant

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Die Bundespolizei hat am Dienstag (18. Januar) bei Grenzkontrollen in einem internationalen Reisezug kurz vor Rosenheim zwei Männer unabhängig voneinander festgenommen. Ein Ghanaer und ein Algerier mussten wegen fehlender Einreisedokumente aber nicht nur ihre Zugreise beenden. Beide wurden angezeigt und in Zurückweisungshaft genommen. Sie haben Deutschland baldmöglichst wieder zu verlassen.

Der Afrikaner hatte sich mit Kopien eines italienischen Flüchtlingspasses sowie einer italienischen Identitätskarte ausgewiesen. Er gab an, seine echten Papiere in Österreich verloren zu haben. Die Bundespolizisten erkannten jedoch, dass das Lichtbild auf den kopierten Dokumenten nicht mit dem Reisenden übereinstimmt. Aufgrund des Verdachts der versuchten illegalen Einreise wurde der Mann zur Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei gebracht. Bei der Durchsuchung des Festgenommen fanden die Beamten ein nicht unerhebliches Dokument: Der Festgenommene hatte in einem seiner Schuhe eine slowenische Asylkarte versteckt. Demnach war der Ghanaer in der Vergangenheit bereits in Slowenien als Asylbewerber registriert worden. Dorthin muss der 31-Jährige voraussichtlich schon bald zurückkehren. Um seine Rückkehr sicherzustellen, wurde er auf richterliche Entscheidung hin in Haft genommen.

In demselben Zug überprüften die Bundespolizisten einen Passagier, der nicht nur ohne gültiges Ticket, sondern auch ohne Einreisepapiere unterwegs war. Laut eigener Angaben hatte der Algerier sein ganzes Gepäck in Wien verloren und war nun unterwegs zu seiner zukünftigen Ehefrau. Das Geburtsdatum und die Telefonnummer seiner Verlobten waren dem Mann allerdings nicht bekannt. Unter der von ihm angegebenen Adresse konnte zudem niemand ausfindig gemacht werden, der für die angeblich bevorstehende Hochzeit in Frage käme. Offenkundig hatte er die Heirat schlicht erfunden. Mithilfe seiner Fingerabdrücke fanden die Beamten heraus, dass der 34-Jährige bereits mit neun verschiedenen Personalien in Deutschland registriert ist. Mehrfach schon hatte er in der Bundesrepublik Asyl beantragt. 2017 war der algerische Staatsangehörige nach Ablehnung des Asylantrags in sein Heimatland abgeschoben und ein Einreiseverbot gegen ihn verhängt worden. Der Festgenommene wurde auf richterliche Entscheidung hin in eine Haftanstalt gebracht. Von dort aus muss er wohl in absehbarer Zeit in sein Heimatland zurück.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 – 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.twitter.com/bpol_by.

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