Blackout-Challenge in der Verbandsgemeinde Nahe-Glan!
An einer weiterführenden Schule kam es zu einem Vorfall im Zusammenhang mit der sogenannten Blackout-Challenge. Nach aktuellen Erkenntnissen würgte ein 13-jähriger Schüler am 9. Juni einen 14-jährigen Mitschüler bis zur Bewusstlosigkeit. Der Vorfall wurde jedoch erst am Dienstag bei der Polizei angezeigt.
Die Beamten nahmen Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung auf. Gleichzeitig warnen die Behörden eindringlich vor der Teilnahme an derartigen Challenges, die über Soziale Medien verbreitet werden und erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen.
Blackout-Challenge an Schule löst Ermittlungen aus
Bei der als Blackout-Challenge bekannten Mutprobe versuchen Beteiligte, durch Würgen oder andere Methoden kurzfristig eine Bewusstlosigkeit herbeizuführen. Experten und Behörden weisen seit Jahren auf die erheblichen Gefahren dieser Praktiken hin.
Im aktuellen Fall verlor der 14-Jährige das Bewusstsein. Die Polizei untersucht nun die genauen Umstände des Geschehens und prüft den Verdacht der Körperverletzung.
Digitale Challenges können schwere Folgen haben
Viele Challenges verbreiten sich über soziale Netzwerke und erscheinen auf den ersten Blick harmlos. Einige dieser Mutproben fordern jedoch dazu auf, körperliche Grenzen auszutesten oder gefährliche Handlungen durchzuführen.
Dazu gehören beispielsweise das Einatmen von Spraydosen, der Konsum extrem scharfer Lebensmittel oder andere riskante Verhaltensweisen. Solche Aktionen können zu Atemnot, Kreislaufproblemen, schweren gesundheitlichen Schäden oder langfristigen Folgen führen.
Besonders kritisch bewerten Fachleute Inhalte, die selbstverletzendes Verhalten oder gefährliche Schönheitsideale verherrlichen. Kinder und Jugendliche können dadurch zu riskanten Handlungen verleitet werden.
Polizei gibt Hinweise für Eltern und Erziehungsberechtigte
Die Polizei empfiehlt Eltern, regelmäßig mit ihren Kindern über aktuelle Trends und Challenges in Sozialen Medien zu sprechen. Ein offener Austausch kann helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen.
Zudem sollten Kinder und Jugendliche dazu ermutigt werden, Inhalte kritisch zu hinterfragen. Viele Challenges werden übertrieben dargestellt oder bewusst inszeniert.
Eltern sollten außerdem vermitteln, dass Gruppendruck kein Grund sein darf, die eigene Gesundheit oder die Sicherheit anderer zu gefährden. Ebenso wichtig ist der Hinweis, dass das Verbreiten gefährlicher Inhalte weitere Menschen in Gefahr bringen kann.
Gefährliche Inhalte melden
Wer auf problematische oder gefährliche Inhalte stößt, kann diese bei entsprechenden Meldestellen anzeigen. Bei Verdacht auf strafbare Handlungen sollte die Polizei informiert werden.
Weitere Informationen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention. Hinweise zu problematischen Online-Inhalten können bei jugendschutz.net gemeldet werden.
