Nach Attacke auf Olympia-Teilnehmer
Lebenslange Sperre für Japaridze: Nach seinem Angriff auf Timo Cavelius hat die Exekutive der Judo-Bundesliga eine weitreichende Entscheidung getroffen. Akaki Japaridze darf künftig für keinen Verein mehr in der Bundesliga des Deutschen Judo-Bundes antreten. Die Verantwortlichen untersagen auch seine Meldung für den Wettbewerb.
Die Entscheidung betrifft den Vorfall beim Mannschaftskampf zwischen dem JC Leipzig und dem TSV Abensberg am 5. September 2026. Der 24-jährige Georgier trat für Leipzig gegen den deutschen Olympia-Teilnehmer Timo Cavelius an.
Drei Faustschläge nach der Niederlage
Japaridze verlor den Kampf gegen den 29-Jährigen in der Verlängerung. Cavelius ballte anschließend zum Jubel die Faust. Daraufhin attackierte Japaridze seinen Gegner mit drei Faustschlägen und brach ihm den Kiefer. Wegen der Verletzung verpasst Cavelius die Judo-Weltmeisterschaft in Baku.
Damit hatte der Angriff für den Abensberger Folgen weit über den einzelnen Bundesliga-Kampf hinaus: Auf den sportlichen Erfolg folgten eine schwere Verletzung und der Ausfall bei einem internationalen Höhepunkt.
Lebenslange Sperre für Japaridze: Weitere Entscheidungen stehen aus
Die Bundesliga-Exekutive schloss ihr schriftliches Verfahren inzwischen ab. Die lebenslange Sperre für Japaridze gilt ausdrücklich für die Judo-Bundesliga. Der Rechtsausschuss des DJB prüft darüber hinaus, welche Konsequenzen der Fall für den gesamten Verband nach sich zieht.
Parallel laufen Verfahren beim georgischen Judoverband und beim Weltverband IJF. Auch in Deutschland läuft ein strafrechtliches Verfahren gegen Japaridze. Die Bundesliga-Entscheidung beendet diese weiteren Verfahren nicht.
Liga korrigiert auch das Mannschaftsergebnis
Die Verantwortlichen änderten außerdem die Wertung des Hinkampfes, den Japaridze gegen Cavelius gewonnen hatte. Diesen Kampf wertet die Liga nun als Niederlage für Japaridze. Für das Mannschaftsduell ergibt sich dadurch abschließend ein 7:7 bei einer Unterbewertung von 62:57. Die Liga passt die Abschlusstabelle entsprechend an.
Cavelius widerspricht den Vorwürfen seines Gegners
Vier Tage nach dem Angriff äußerte sich Japaridze auf Instagram. Er erklärte, Verantwortung zu übernehmen, und bezeichnete körperliche Aggression im Sport als inakzeptabel. Zugleich behauptete er, Cavelius habe ihn verbal und durch Gesten beleidigt. Seine Niederlage sei nicht der Auslöser gewesen.
Cavelius widersprach dieser Darstellung. Sein Jubel habe der eigenen Mannschaft und dem gewonnenen Kampf gegolten. Er habe weder Japaridze als Sportler demütigen noch dessen Herkunft, Nationalität oder Identität beleidigen wollen.
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Erstellt mit Hilfe von KI
