Rückruf von Slush-Eis: Mehrere Sorten von Frosty Pocket betroffen
Verbraucher aufgepasst: Die Aktuell Vertriebs GmbH ruft mehrere Sorten des beliebten Frosty Pocket Slush-Eis zurück. Der Grund dafür ist ein erhöhter Glyceringehalt. Betroffen sind verschiedene Geschmacksrichtungen im 150-Milliliter-Beutel. Da gesundheitliche Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden können, sollten Verbraucher die betroffenen Produkte nicht mehr verzehren.
Der Rückruf wurde am 24. August 2026 veröffentlicht. Besonders wichtig ist dabei, dass nicht lediglich einzelne Chargen betroffen sind. Vielmehr umfasst die Warnung alle Chargen der genannten Sorten mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten.
Diese Frosty-Pocket-Produkte werden zurückgerufen
Nach den veröffentlichten Angaben betrifft der Rückruf das Frosty Pocket Slush-Eis in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen. Verbraucher sollten deshalb vorhandene Beutel genau kontrollieren.
- Produkt: Frosty Pocket Slush-Eis
- Packungsgröße: 150 ml
- Sorten: Waldfrucht, Zitrone, Erdbeere und Dracula Frosty
- Chargen: alle Chargen
- Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.09.2027
- Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.10.2027
- Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.11.2027
- Verkaufszeitraum: 21.05.2026 bis 21.08.2026
- Händler: Aktuell Vertriebs GmbH
- Deklarierter Hersteller: Granizados Maresme S.L., Spanien
Wer einen entsprechenden Beutel zu Hause hat, sollte ihn daher zunächst anhand der Sorte und des Mindesthaltbarkeitsdatums überprüfen. Auch wenn das Produkt bereits gekauft wurde und äußerlich unauffällig erscheint, wird vom Verzehr abgeraten.
Erhöhter Glyceringehalt ist Grund für den Rückruf
Auslöser des Rückrufs ist ein erhöhter Gehalt an Glycerin. Glycerin, auch Glycerol oder Glyzerin genannt, ist in der Europäischen Union als Lebensmittelzusatzstoff E 422 zugelassen. Bei Slush-Getränken wird der Stoff unter anderem eingesetzt, um die typische halbgefrorene Konsistenz zu ermöglichen.
Allerdings können insbesondere bei höheren Konzentrationen sowie abhängig von der konsumierten Menge gesundheitliche Auswirkungen auftreten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte sich deshalb bereits ausführlich mit Glycerin in Slush-Ice-Getränken beschäftigt.
Vor allem bei Kindern spielt die aufgenommene Menge eine Rolle
Nach Angaben des BfR können insbesondere jüngere Kinder schon mit vergleichsweise kleinen Mengen eines stark glycerinhaltigen Slush-Getränks relevante Mengen des Stoffes aufnehmen. Deshalb ist sowohl die Konzentration im Getränk als auch das Körpergewicht der konsumierenden Person von Bedeutung.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hatte im Jahr 2026 außerdem eine akute Referenzdosis für die einmalige Aufnahme von Glycerin aus Getränken abgeleitet. Somit richtet sich die aktuelle Warnung nicht grundsätzlich gegen Slush-Eis, sondern konkret gegen Produkte, bei denen der Glyceringehalt entsprechend erhöht ist.
Rückruf betrifft zahlreiche Bundesländer
Die betroffenen Frosty-Pocket-Produkte wurden in zahlreichen Teilen Deutschlands vertrieben. Nach den veröffentlichten Informationen sind unter anderem Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz betroffen. Darüber hinaus umfasst die Warnung weitere Bundesländer.
Gerade weil Slush-Eis während der Sommermonate häufig gekauft wird, lohnt sich deshalb ein Blick in vorhandene Vorräte. Zudem können entsprechende Beutel bereits vor mehreren Wochen gekauft worden sein, während die Mindesthaltbarkeitsdaten erst im Jahr 2027 liegen.
Betroffenes Slush-Eis nicht mehr verzehren
Verbraucher, die eines der zurückgerufenen Produkte besitzen, sollen dieses nicht mehr konsumieren. Stattdessen kann die betroffene Ware in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Nach Angaben zum Rückruf wird der Kaufpreis vollständig erstattet.
Weitere Einzelheiten veröffentlicht das offizielle Portal lebensmittelwarnung.de. Dort werden aktuelle Lebensmittelwarnungen der zuständigen Behörden gebündelt veröffentlicht.
Weitere aktuelle Rückrufe und Verbraucherwarnungen
Lebensmittelrückrufe kommen aus unterschiedlichen Gründen immer wieder vor. Erst kürzlich wurde beispielsweise vor einer tiefgekühlten Beerenmischung bei Lidl wegen Noroviren gewarnt. Zuvor gab es außerdem einen Rückruf einer Beerenmischung bei REWE wegen Hepatitis-A-Viren.
Auch andere Produktgruppen waren bereits betroffen. Dazu zählen beispielsweise der Rückruf von ja! PARTY-NÜSSE, eine Verbraucherwarnung zu Nusskernmischungen bei EDEKA sowie ein Rückruf von Kinderspielzeug bei Aldi Süd und Action.
Weitere wichtige Meldungen, Warnungen und aktuelle Einsatzberichte aus Deutschland und darüber hinaus finden Leser außerdem regelmäßig auf police-report-worldwide.de.
