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Bombenfund in Koblenz: Entschärfung am Freitag geplant

Blindgänger - Rhein - 500-Kilogramm-Bombe

Bombenfund in Koblenz: Entschärfung am Freitag geplant

Bei Baggerarbeiten im Rhein im Bereich der Pfaffendorfer Brücke wurde im Laufe des Dienstags ein Blindgänger gefunden. Es handelt sich dabei um eine 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit zwei intakten Zündern. Diese wurde auf das mit den Baggerarbeiten tätige Schiff geladen.

Das Baggerschiff wurde zwischenzeitlich zur Sicherung in die Moselschleuse Koblenz gefahren. Laut der Experten vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz darf die Bombe vom Schiff nicht umgelagert werden. Die Entschärfung muss demnach auf dem Schiff erfolgen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die Entschärfung ist die Entscheidung nach Abwägung des geringstmöglichen Evakuierungsaufkommens und der besten Infrastruktur auf eine Stelle im Bereich des Gülser Moselbogens gefallen. Der notwendige Evakuierungsradius beträgt 1.000 Meter.

Am ursprünglichen Fundort im Rhein hätten rund 16.000 Personen und diverse Einrichtungen evakuiert werden müssen.

Am ausgewählten Entschärfungsort auf der Mosel beläuft sich die Zahl der zu evakuierenden Personen auf rund 1.000. Betroffen ist hier ein Bereich des Stadtteils Lay, die Grundschule Lay, die dortige Kindertagesstätte, sowie der Campingplatz Güls und der Sportboothafen.

Die Entschärfung wird am kommenden Freitag, 4. April, stattfinden. Bis 8.30 Uhr muss der Evakuierungsradius verlassen sein. Erst nach Abschluss der Evakuierung kann der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung auf dem Baggerschiff auf der Mosel beginnen.

Für zu betreuende Kinder aus der Kindertagesstätte und der Grundschule, ebenso wie für weitere Betroffene werden im Stadtteil Lay Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen.

Weitere Informationen zum genauen Evakuierungsradius, sowie zum Bürgertelefon und den Aufenthaltsmöglichkeiten erfolgen in einer Pressemeldung am heutigen Nachmittag.

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